Meerbusch: Jugendcafé: Stadt will Vertrag verlängern

Meerbusch : Jugendcafé: Stadt will Vertrag verlängern

Die Besucherzahlen stimmen – das JuCa und die Halle 9 werden von Jugendlichen offenbar gut angenommen. Die Musikszene hat bereits ein Programm bis zum Ende des Jahres aufgelegt.

Die Besucherzahlen stimmen — das JuCa und die Halle 9 werden von Jugendlichen offenbar gut angenommen. Die Musikszene hat bereits ein Programm bis zum Ende des Jahres aufgelegt.

Das im Dezember vergangenen Jahres eröffnete Jugendcafé auf dem Gelände der Alten Seilerei in Osterath läuft offenbar erfolgreich. In der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 2. April schlägt die Stadt deshalb vor, den Kooperationsvertrag über die Trägerschaft mit dem OBV zu verlängern. Bedenken, dass es sich um einen neuen Weg in der Jugendarbeit handele, der Risiken in sich berge und dessen finanziellen Folgen nur begrenzt abschätzbar seien, haben sich offenbar zerstreut.

Die Halle 9 bei der Eröffnung im vergangenen Dezember. Von den Jugendlichen wird der Treffpunkt angenommen. Foto: UD

Hintergrund: Der OBV Meerbusch hat mit dem Vermieter der Fluxushalle einen Mietvertrag zum 1. November 2013 für die Dauer von einem Jahr abgeschlossen, der zum 31. Oktober dieses Jahres endet. Es besteht ein Optionsrecht auf Verlängerung, dass spätestens sechs Monate vor Ablauf des Vertrages ausgeübt werden muss. Somit müsste der OBV sein Optionsrecht zum 30. April ausüben, wenn der Vertrag in diesem Umfang verlängert werden soll. Der Mietvertrag wurde nun dahingehend angepasst, dass eine Verlängerung um ein Jahr zu den gleichen Konditionen möglich ist, heißt es in der Verwaltungsvorlage, über die die Mitglieder des Ausschusses abstimmen werden.

Nicht nur Konzerte, auch Diskussionsrunden wie hier mit RTL-TV-Star Marc Schöttner sorgen für Publikum. Foto: Ulli Dackweiler

Der OBV sowie die Musikszene Meerbusch, haben seit der Eröffnung im vergangenen Dezember die Besucher gezählt. Die Zahlen zeigten das "Interesse der Jugendlichen an der Einrichtung". Die regelmäßigen Öffnungszeiten werden aber noch nicht gut genug angenommen. Im Durchschnitt kamen an jedem Öffnungstag ohne besonders Programm 22 Jugendliche. Veranstaltungen wie Konzerte, Discos, Karnevalsfeier, Workshops, Talkrunde seien mit Zahlen zwischen 45 und 326 Gäste pro Tag ausreichend besucht. Die in der Kostenkalkulation zugrunde gelegten angestrebten Besucherzahlen werden erreicht und teilweise sogar überschritten. Bis zum Stichtag 10. März zählte man 1873 Besucher.

Die Stadt spart nicht mit Lob für die Organisatoren. Das angebotene Programm stelle sich "sehr ambitioniert und hoch professionell" dar. Durch die Musikszene Meerbusch liege bereits jetzt eine Programmplanung im Bereich "Comedy" bis Ende 2014 vor.

Einziger Wermutstropfen: Derzeit gibt es eine Unterfinanzierung von etwa 1050 Euro im Monat. Das sei aber nicht auf die Programmgestaltung, sondern auf Betriebskosten zurückzuführen. Das Geld stehe jedoch im Haushalt zur Verfügung, weil der ursprünglich ganzjährig eingeplante Betrieb des Jugendzentrums Atrium der katholischen Kirchengemeinde Hildegundis von Meer in Meerbusch-Lank bis dato noch nicht wieder aufgenommen wurde, heißt es vonseiten der Verwaltung. Bis Herbst will man allerdings gemeinsam mit der Musikszene im Auge behalten, ob Änderungen des Konzepts nötig sind.

(RP)