Meerbusch: Jugendcafé: In einem Monat geht es los

Meerbusch : Jugendcafé: In einem Monat geht es los

Am 13. Dezember soll das neue Jugendcafé auf dem Betriebsgelände der Alten Seilerei seine Türen für rund 4000 Jugendliche aus ganz Meerbusch öffnen. Neben den Bauarbeiten geht auch die Suche nach einem Namen weiter

Noch ist die Halle auf dem Betriebsareal der "Alten Seilerei" eine Baustelle: kahle Wände, Farbeimer in der Ecke und eine Theke, die von einer Schutzfolie umhüllt ist. Die Bauteile eines Billardtisches, die überall im Eingangsraum verteilt sind, und einige schicke Barhocker lassen jedoch erahnen was hier bald entstehen soll: eine Freizeiteinrichtung für junge Leute. Auf einer Gesamtfläche von 650 Quadratmetern soll das neue Jugendcafé am 13. Dezember seine Türen für Jugendliche aus ganz Meerbusch öffnen. Bis dahin gibt es noch viel zu tun. Auch einer passender Name muss her.

Peter Annacker (v.l.) , Jürgen Eimer, Dragan Mizdrak, Andreas Harms und Angelika Mielke-Westerlage hoffen auf viele kreative Ideen für den Namen des Cafés. Foto: Dackweiler, Ulli (ud)

Noch bis Mitte November kann jeder seinen Namenvorschlag im Internet einreichen. "Bis jetzt hatten wir schon viele kreative Ideen dabei", sagt Andreas Harms, stellvertretender Vorsitzender des Osterather Bürgervereins (OBV). "Da dies ein Café für rund 4000 junge Menschen im Alter von 13-17 Jahren aus ganz Meerbusch werden soll, ist es nur fair, dass die Jugendlichen den Namen selber wählen." Nach Einsendeschluss werden die Vorschläge von einer Jury vorbewertet und die fünf besten Namen erneut zu Abstimmung freigegeben.

Die bisherigen Ideen seien vielversprechend, aber sehr unterschiedlich: von "Youthbusch" oder "JuCa", bis hin zur "Old Lounge", womit an die Alte Seilerei erinnert werden soll.

Der OBV wird die Einrichtung betreiben und erhält von der Stadt dafür einen jährlichen Zuschuss von 160 000 Euro für Betriebs- und Personalkosten. Für die Ersteinrichtung des Cafés werden 33 000 Euro benötigt, allein die Musikanlage verschlingt mehr als ein Drittel davon. "Dieser Betrag konnte mit Hilfe vieler großzügiger Spender aufgebracht werden, sagt Jugenddezernentin Angelika Mielke-Westerlage. Sparkasse, Kulturkreis, Bürgerstiftung und viele private Spender trugen maßgeblich zur Realisierung der modernen Ausstattung bei — und die soll sich sehen lassen können: Im 110 Quadratmeter großen Bistrobereich soll es neben der langen Bar auch eine "Chill-Out-Area" mit bequemen Sofas geben.

Auf der anderen Seite des Raumes wird eine Bühne für Bandauftritte installiert. Die Getränke, werden hinter der Bar in einem frisch renovierten Kühlraum gelagert. Auch Lesungen junger Autoren, Ausstellungen, Tanz oder Poetry-Slam können hier stattfinden. In der Eventhalle nebenan ist nicht nur Platz für größere Konzerte — auch Spielekonsolen und eine TV-Ecke mit Beamer-Leinwand für das abendliche Fußballspiel sollen für genug Abwechslung sorgen.

Dragan Mizdrak freut sich schon auf seine neue Aufgabe im Jugendcafé. Der 30-jährige studierte Sozialpädagoge wird die Einrichtung ab Dezember leiten. "Wir rühren kräftig die Werbetrommel an den Schulen in der Hoffnung, dass bald viele junge Leute hier nachmittags und abends ihre Freizeit verbringen", sagt er. "Ich glaube, dass unsere Ideen sehr gut ankommen werden."

Das Jugendcafé ist aus allen Ortsteilen gut erreichbar und bietet rund 500 Gästen Platz. Fünfmal pro Woche, von mittwochs bis sonntags sind die Räume von 16 Uhr bis 22 Uhr geöffnet, Samstag bis Mitternacht. Rund um die Uhr werden zwei Mitarbeiter vor Ort sein, darunter auch immer ein Sozialpädagoge, der den Jugendlichen bei den Sorgen des Alltags zur Seite steht.

(RP)
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