Meerbusch: Jugendcafé: Ärger um Namensfindung

Meerbusch : Jugendcafé: Ärger um Namensfindung

Anders als angekündigt, konnten Jugendliche nicht im Internet über den Namen abstimmen

"JuCa" lautet der neue Name des Jugendcafés, das am 13. Dezember auf dem Betriebsgelände der Alten Seilerei seine Türen für die Meerbuscher Jugendlichen öffnen wird. Jetzt gibt es Streit um das Verfahren der Namensfindung. "Das ist nicht so gelaufen wie abgesprochen", kritisiert Sören Daft von der UWG Ratsfraktion. Bis Mitte November konnten Vorschläge über das Internet eingereicht werden. Die 68 Vorschläge sollten anschließend von einer Jury bewertet werden, darunter Peter Annacker vom Jugendamt, Andreas Harms, stellvertretender OBV-Vorsitzender, und Udo Holländer vom Jugendring. Anschließend sollten die fünf besten Ideen im Internet zur Abstimmung freigegeben werden. "Da dies ein Café für junge Menschen im Alter von 13 bis 17 Jahren aus ganz Meerbusch werden soll, ist es nur fair, dass die Jugendlichen den Namen selber wählen", sagte Andreas Harms bei der Vorstellung des Konzeptes.

Foto: Dackweiler, Ulli (ud)

Umso mehr wunderten sich viele Jugendliche und auch Daft, als ihnen am Sonntag der neue endgültige Name des Cafés bereits über die Facebook-Gruppe präsentiert wurde. Der letzte Schritt der Wahl wurde offenbar gestrichen. Grund dafür: "Das Votum der Jury für den neuen Namen war einstimmig", erklärt der OBV-Vorsitzende Harms. "Leider haben sich jedoch nur sehr wenige Schüler an der Wahl beteiligt." Daher habe man auf die letzte Wahletappe verzichtet. "Das ist eine reine Bevormundung der Jugendlichen", meint Daft. "Die Stadtverwaltung hätte direkt in den Schulen Werbung für die Aktion machen und sich hautnah präsentieren müssen." Dass nun sogar die Wahl beeinflusst wurde, sei nicht im Sinne eine "Cafés von Jugendlichen für Jugendliche". Daft: "Das ist sehr enttäuschend. Man hätte mehr daraus machen können."

(RP)
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