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Meerbusch: Ivangsheide: die Planung geht weiter

Meerbusch : Ivangsheide: die Planung geht weiter

Am Ivangsweg in Osterath soll womöglich ein neues Wohngebiet entstehen. Mindestens 30 Prozent davon sollen Sozialwohnungen werden. Dies ist Thema im Planungsausschuss am kommenden Dienstag

Derzeit ist sozialer Wohnungsbau in Meerbusch sehr knapp. Das gibt Ulrich Hüchtebrock, Leiter der Stadtplanung und Bauaufsicht, an. "Mehr sozial geförderte Wohnungen wären sehr wünschenswert", sagt er. Deshalb begrüßt er es, dass die Idee von einem Neubaugebiet in Osterath nun einen Schritt weiter kommt. Am Dienstag (17 Uhr, Bürgerhaus Lank) wird der Ausschuss dem Rat wahrscheinlich empfehlen, in dem Bereich am Ivangsweg eine neue Siedlung zu planen.

"Der Ausschuss wird zunächst über die Flächen und das Grundstück beraten", sagt Hüchtebrock. "Allerdings ist das alles unstrittig." Danach soll geplant werden. Der Leiter der Stadtplanung betont jedoch, dass das Projekt gerade erst am Anfang steht und noch mehrere Jahre benötigen wird. "Wir gehen davon aus, dass frühestens in vier Jahren - wahrscheinlich aber eher in sechs - mit dem Bau begonnen werden kann", sagt Hüchtebrock. "Allein das Planungsverfahren wird mindestens vier Jahre dauern. Zudem müssen die Grundstücke neu geordnet werden."

Geplant sind vor allem Geschosswohnungen, keine Einfamilienhäuser, sagt er. Mindestens 30 Prozent der Wohnungen sollen sozialer Wohnungsbau werden, "am besten noch mehr, aber das können wir den Investoren nicht vorschreiben", sagt Hüchtebrock. "Die 30 Prozent sind jedoch gesetzlich vorgeschrieben, wenn ein Wohnkomplex von mehr als 20 Wohnungen entsteht."

Das Neubaugebiet soll zum Teil auf dem städtischen Grundstück hinter der Gemeinschaftsgrundschule am Wienenweg, den vorhandenen Gemeinbedarfsflächen und dem Festplatz sowie teils privaten Grundstücken geplant werden. Dafür müsste eventuell der Flächennutzungsplan geändert werden.

Was bei der Planung des Gebiets auch berücksichtigt wird, ist eine gute Bahnanbindung. Sie ist in diesem Fall gegeben. "Von dem Standort am Ivangsweg sind unter anderem die beiden Haltestellen ,Kamper Weg' und ,Neusser Feldweg' gut zu erreichen", zählt Hüchtebrock auf.

Langfristig kann sich der Leiter der Stadtplanung zudem vorstellen, dass das Gebiet am nordwestlichen und am südöstlichen Ende weiter ausgebaut werde. "Aber das ist die Musik ganz ferner Zukunft", sagt Hüchtebrock. Erst einmal solle nun der erste Teil geplant und realisiert werden.

(RP)