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Meerbusch: Irrfahrten durch Büderich

Meerbusch : Irrfahrten durch Büderich

Alexander Pahlen (81) aus Lank-Latum bemängelt die unzureichende Ausschilderung der Umleitungsstrecke für die Baustelle auf der L 137 in Büderich. Das sei eine schlechte Visitenkarte für die Stadt.

Büderich Alexander Pahlen (81) berichtet in angemessener Sachlichkeit über das, was ihn ärgert. Der frühere Textilingenieur ist niemand, der mit Kanonen auf Spatzen schießt. Dafür zeichnet den Meerbuscher eher die Beharrlichkeit aus, mit der er sich um die Beseitigung vermeintlicher Missstände kümmert. "Die Ausschilderung der Umleitungsstrecke für die Baustelle auf der L 137 in Büderich ist keine gute Visitenkarte für die Stadt", sagt der 81-Jährige. Und dabei lasse er Ausreden, wie die Zuständigkeit dafür liege beim Landesbetrieb Straßen NRW, nicht gelten. Vor allem Ortsfremde, die plötzlich orientierungslos mit ihrem Auto in einem Büdericher Wohngebiet landeten, behielten Meerbusch schlecht in Erinnerung, meint er.

Auf diese Missstände habe er die Stadtverwaltung bereits zweimal hingewiesen. Dabei habe er sich sowohl an den Fachbereich Straßen und Kanäle als auch ans Bürgermeisterbüro gewandt. Die Zusagen, sich um die Angelegenheit kümmern zu wollen, seien nur Makulatur. Als er zuletzt mit seiner Frau in seinem Toyota Yaris Richtung Neuss unterwegs gewesen sei, habe er feststellen müssen, dass sich an der Ausschilderung der Umleitung nichts geändert habe. "das ist alles andere als bürgerfreundlich", sagt Pahlen.

Er selbst habe sich in Büderich in Höhe der Kirche entschieden, den Weg in die Nachbarstadt über die Straße Auf den Steinen zu suchen. Über den Hohegrabenweg ging's weiter auf den Bachgrund. "Plötzlich war ich auf der anderen Seite der Baustelle und habe mich ziemlich verfranst", berichtet der Lank-Latumer. Diese Irrfahrt war für ihn Anlass, sich mit dem Problem an die Stadt zu wenden. Mit beschriebenem Ergebnis.

Stadtsprecher Michael Gorgs bestätigte gestern, dass Unzufriedenheit direkt mit der Stadt in Zusammenhang gebracht werde, obwohl die Zuständigkeit an andere Stelle liege. Beschwerden bei der Kommune gingen allerdings eher von den Anwohnern ein, die sich über die Zunahme des Durchgangsverkehrs in ihren Wohnvierteln ärgerten. Dabei sei ganz bewusst keine spezielle Strecke ausgeschildert worden. "Auf diese Weise verteilt sich die zusätzliche Belastung durch den umgeleiteten Verkehr nicht nur auf wenige Anwohner in Büderich, sondern wird breit gestreut", begründet Gorgs das Fehlen präziser Angaben, wie Autofahrer wieder auf die L 137 zurückkommen.

"Ich finde, das ist ein unhaltbarer Zustand", kommentiert Pahlen die Situation. Es würde keinen großen Aufwand verlangen, wenn die Stadt eine Umleitung ausschildere.

(RP)