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Meerbusch: In Nierst eröffnet ein Dorfladen

Meerbusch : In Nierst eröffnet ein Dorfladen

Am Donnerstag bekommt der 1400-Einwohner-Ortsteil ein Geschäft mit Lebensmitteln.

Die Nierster bekommen endlich ein Geschäft, in dem sie Dinge für den täglichen Bedarf einkaufen können. Akkurat stehen Konservendosen nebeneinander, sind Papiertaschentücher-Päckchen ordentlich aufgeschichtet und locken Süßigkeiten zum Naschen. "Die Vorbereitungen waren aufregend", sagt Oliver Paas (34). Von seinem Vater Norbert Paas, Vorstand Nierster Bürgerverein, wusste er von dem Wunsch der Anwohner nach einer Einkaufsmöglichkeit: "So etwas hat hier gefehlt. Es gibt Bürger, die wollten deshalb wegziehen." Gemeinsam wurden in der Familie Paas mehrere Modelle angedacht. Und als die Renovierung des Elternhauses an der Stratumer Straße 70 anstand, reifte die Idee, in dem Gebäude an der Straßenfront ein Geschäft zu eröffnen.

In Eigenarbeit wurden Decken neu gesetzt, Leitungen verlegt, Wände gestrichen und Lampen installiert. Dass Lebenspartner Oliver die Holzregale handwerklich selbst erstellt hat, freut Vanessa Sparla (30): "Ich wollte keine Metallregale. So sieht es gemütlich und ein bisschen nach Tante-Emma-Laden aus." Trotzdem kommt "Stratumer 70 — Der Dorfladen" mit dem Zusatz "Est. 2013" (für established = gegründet) ganz zeitgemäß daher. Ab 6.30 Uhr gibt es Kaffee und belegte Brötchen. "Die Teiglinge aus der Bäckerei Wieler werden frisch gebacken", betont Vanessa Sparla. Die gelernte Arzthelferin steht hinter der Ladentheke: Beim Verkauf von Konserven, Drogerie-Artikeln, Putzmitteln, Teigwaren, verpackter Wurst, Milch oder Joghurt, Süßigkeiten, Eis, Zeitungen oder Batterien und vielem mehr wird sie von ihrem Partner unterstützt.

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Bei Bedarf werden auch die Schwiegereltern Walburga und Norbert Paas aushelfen. Alle hoffen auf einen gelungenen Start. Schließlich haben Vanessa Sparla und Oliver Paas — Eltern von Shaleen (8) und Noah (5) — einiges investiert. Kaffeemaschine, Brötchen-Backofen, Tiefkühltruhe und Kühlschränke wurden gekauft, und für das Startsortiment mussten sie in Vorkasse gehen. Was geordert wird, haben die beiden genau durchdacht: "Jetzt sind die Artikel ausgezeichnet, die Regale gefüllt und trotzdem ist noch Platz für Ware, die wir nach Kundenwünschen ordern werden." Eier und Kartoffeln gibt's vom Bauernhof, und auch Gemüsesorten werden angeboten.

Für die Nierster bringt der Dorfladen einen weiteren Vorteil. Ab sofort ist für sie Überraschungsbesuch kein Problem mehr: Im Dorfladen können sie am Samstagnachmittag teils gekühlte Flaschen Bier, Sekt oder Prosecco kaufen. Damit könnten Vanessa Sparla und Oliver Paas auf ihr Geschäfts-Modell anstoßen: "Wenn alles gut läuft, schaffen wir uns einen Getränkekühlschrank an."

(RP/EW)