Meerbusch In Meerbusch werden Millionen verbuddelt

Meerbusch · Kanäle werden saniert, neue Straßenlaternen aufgestellt und neue Einfamilienhäuser gebaut. Das Technische Dezernat ist in den nächsten zwei Jahren mit mehr als 80 Projekten betraut. Darunter auch die Hallenbadsanierung.

 Technischer Beigeordneter Just Gerard stellt die wichtigsten Projekte vor.

Technischer Beigeordneter Just Gerard stellt die wichtigsten Projekte vor.

Foto: Ulli Dackweiler

Die Stadt, aber auch private Investoren haben in den kommenden Jahren viel vor. Rund 80 Projekte von der Kanalsanierung bis hin zum Bau von neuen mehrgeschossigen Wohneinheiten werden von den Mitarbeitern des Technischen Dezernats in Lank betreut. Dezernent Just Gerard stellte gestern die wichtigsten Projekte vor — und brauchte fast zwei Stunden dafür. Eine Zusammenfassung:

Stadtplanung: Sechs große Projekte stehen in den kommenden zwei Jahren an. Die Verwaltung erstellt Bebauungspläne, die dann möglichst schnell umgesetzt werden: In Büderich soll die Wiese neben dem Hallenbad bebaut werden. Infrage kommen zwei neue Wohnblöcke, eines 3,5 Geschosse hoch das andere 2,5-geschossig. Bei der Ausschreibung wird darauf geachtet, dass die Quote von 30 Prozent sozialer Wohnungsbau eingehalten wird. Das rund 2700 Quadratmeter große Gelände gehört der Stadt, der Verkaufserlös von deutlich über einer Million Euro fließt in die Sanierung des Hallenbads.

Gebaut wird auch endlich auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs. Dort sollen ebenfalls 3,5 und 2,5-geschossige Mehrfamilienhäuser sowie 15 neue Einfamilienhäuser entstehen. Von diesem Gelände gehören allerdings nur etwa Dreifünftel der Stadt, die restliche Fläche wird möglicherweise von privaten Eigentümern verkauft und dann zur Bebauung freigegeben. An neue Häuser gewöhnen wird man sich auch in der Böhler-Siedlung. "Die Struktur der Siedlung als Gartenstadt bleibt erhalten", sagt Dezernent Just Gerard. Ein Parkband wird sich durch die gesamte Siedlung ziehen, die baufällige KiTa Sonnengarten wird ersetzt.

Genau 70 neue Einfamilienhäuser sollen auf dem Gelände der mittlerweile aufgegeben Gärtnerei an der Lötterfelder Straße entstehen. Sie sind 2,5-geschossig hoch. "Der Bus wird dann künftig auf einer neu angelegten Straße durch das Wohngebiet fahren", sagt Gerard. Es mache keinen Sinn, die Lötterfelder Straße noch mit dem Busverkehr zu belasten. Die Straße wird ein Investor erstellen, der die Häuser baut und dann verkauft.

Zunächst 62 Wohnungen, später noch 40 Wohnungen dazu sind am Frankenweg in Büderich auf dem Gelände der jetzigen Garagenanlage vorgesehen. Um die erforderlichen Parkplätze vorhalten zu können, soll unterhalb der Stromleitung ein bis zu zweigeschossiges oberirdisches Parkhaus gebaut werden. Der Abenteuerspielplatz soll verlegt werden. Die Wohnungen sind öffentlich gefördert. Größtes Projekt unter städtischer Regie ist die Sanierung des Hallenbads. In der nächsten Woche werden im extra gegründeten Ausschuss die Bedingungen für den Wettbewerb festgelegt. Ein externes Büro soll die Ausschreibung erstellen.

Straßen: Allein in diesem Jahr werden 2,2 Millionen Euro in die Sanierung von Straßen, Kanälen sowie in neue Beleuchtung investiert. Das Geld holt sich die Stadt zum Teil über Abgaben der Bürger wieder zurück. "Dank neuer Technik, muss die Straße bei der Kanalsanierung nicht immer aufgebuddelt werden", sagt Gerard. Eine Grabung reicht, und die neuen Teile des Kanals können unterirdisch nachgeschoben werden.

Hochbau: Neben der schon erwähnten Hallenbadsanierung ist der dickste Batzen die Raphael-Schule, die für rund 1,3 Millionen Euro zu einer KiTa umgebaut wird. Mit 680 000 Euro schlägt der Ergänzungsraum für die Brüder-Grimm-Schule zu Buche. Noch mal 130 000 Euro werden in Erweiterungsräume für die Musikschule in Strümp gesteckt.

Schulen: Für rund 60 000 Euro erhält das Meerbusch-Gymnasium eine neue Photovoltaik-Anlage. Das ist aber nur eine Zugabe, zur rund 580 000 Euro teuren Dachsanierung. Die Realschule wird mit einem Blockheizkraftwerk ausgestattet. Rund 340 000 Euro fließen in die Erneuerung der Elektro-Installation des Mataré-Gymnasiums.

(RP)