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In Meerbusch soll das Alte Küsterhaus an St. Martin leuchten

St. Martin in Büderich : Altes Küsterhaus soll als Laterne strahlen

Die Katholische Kirchengemeinde Büderich überrascht mit einem alternativen St. Martins-Angebot. Die Fenster des Gebäudes sollen mit selbst gebastelten Lampions bestückt werden. Das Transparentpapier wird zur Verfügung gestellt.

Alle Jahre wieder ist der Martinstag ein ganz besonderer Tag. Vor dem religiösen Hintergrund „Fest des Heiligen Martin“ haben sich Bräuche wie das Martinsfeuer, die Martinsgans, das Martinssingen, der Martinssegen und vor allem der Sankt-Martins-Umzug mit Kindern und Kapelle fest im Veranstaltungskalender des Monats November etabliert. Sankt Martin wurde 2018 sogar als immaterielles Kulturerbe des Landes NRW aufgenommen.

Dass dieses beliebte Fest in diesem Jahr nun auch der Pandemie zum Opfer fallen soll, macht nicht nur Kinder traurig. Deshalb haben sich Caroline Klingen, Vorsitzende des Gemeinderats der Kirchengemeinde Sankt Mauritius und Heilig Geist in Büderich, die ehrenamtliche Mitarbeiterin Christina Stiehler, Ehrenamtsmanagerin Astrid Fox und Isabelle von Rundstedt als Initiatorin des Kulturprogramms im Alten Küsterhaus etwas Besonderes ausgedacht: „Wir wollen mit Hilfe selbst gebastelter Laternen aus dem Küsterhaus eine einzige große Laterne entstehen lassen.“

Die Idee wurde gemeinsam entwickelt, es sollte etwas sein, „das nach außen strahlt“, sagt von Rundstedt. „Das ist eine wunderbare Möglichkeit, auch für Insassen vorbeifahrender Autos ein Signal zu setzen - ein ganzer Stadtteil hält zusammen und macht damit deutlich, dass Kunst, Kultur und Brauchtum zusammengehören.“

Geplant ist, die Fenster des Alten Küsterhauses mit selbst gebastelter Laternen-Kunst zu bestücken. Das benötigte Papier kann entweder am Samstag, 31. November, zwischen 11 und 13 Uhr im Alten Küsterhaus oder zu den regulären Öffnungszeiten im Pfarrbüro abgeholt werden. Astrid Fox hat auch die Büdericher Kita- und Grundschulkinder eingeladen, mit zu basteln und ihre Laternen zur Verfügung zu stellen: „Bis spätestens Freitag, 6. November, sollte der farbenfrohe Beitrag klassisch zu St. Martin passend, als Regenbogen oder abstrakt von allen Bastlern im Pfarrbüro abgegeben werden.“

Die Ideengeberinnen sind sich einig: „So schaffen wir gemeinsam in dunklen Zeiten einen Lichtblick für Büderich.“ Darüber hinaus gibt es ein alternatives St. Martins-Angebot. Vom 7. bis 9. November, Samstag bis Montag, kann während der Öffnungszeiten der St. Mauritius-Kirche eine Laternen-Ausstellung mit Kunstwerken der Kinder bewundert werden. Am Sonntag, 8. November, gibt es in der Kirche außerdem eine Kleinigkeit zum „Gripschen“. Umrahmt von einer besonderen Beleuchtung und einigen Martinsliedern soll trotz der widrigen Corona-Umstände ein wenig St.-Martins-Atmosphäre geschaffen werden. „Wir freuen uns auf gemeinsame besinnliche Momente“, fasst Astrid Fox zusammen.

Info Tel. 0177 6261882 oder astrid.fox@smhg.de