1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

In Meerbusch gibt es viele Höfe, die ihre Produkte direkt verkaufen.

Serie Hofläden in Meerbusch : Rosenkohl, Wirsing, Sellerie und dazu ein Blumenstrauß

Marlies und Heino Webers verkaufen in zweiter Generation Frisches vom Feld. Das ist hauptsächlich Gemüse und Obst. Es gibt aber auch Eier, Honig und Wurst. Den Laden gab es schon, als der Verkauf ab Hof noch kaum bekannt war.

Der „Gemüsehof Webers“ ist in Strümp ein fester Begriff. Montags und donnerstags kommen die Kunden ins Buschend, um frisches Gemüse zu kaufen. Direkt vom Feld sozusagen. Marlies und Heino Webers verkaufen in zweiter Generation ab Hof. „Wir waren der erste Hofladen in Meerbusch“, ist Webers überzeugt. Seine Eltern haben ihn vor 50 Jahren als zweites Standbein eröffnet, als die Idee des Direktverkaufs noch wenig bekannt war. Er und seine Frau haben ihn vor 30 Jahren übernommen.

„Es macht Spaß, die eigenen Produkte zu verkaufen“, sagt Webers. Vor dem Laden stehen Stellagen mit tagesfrischem Gemüse, wie derzeit Grünkohl und Rosenkohl. Dazu sind Kürbisse aufgetürmt, und Herbststräuße stehen in Vasen zum Verkauf bereit. Drinnen finden die Kunden eine breite Palette an jahreszeitlich produzierten Gemüsen und Salaten. Feldsalat, Stielmus, Endivien, Wirsing und Porree füllen jetzt im Herbst die Kisten. Es gibt aber auch Möhren, Sellerie und Kartoffeln. „Unsere Anbaufläche beträgt zwei Hektar im Freiland und 1500 Quadratmeter in Gewächshäusern, die direkt an den Hof angrenzen“, erklärt der gelernte Gemüsebauermeister. Das sei genau richtig für die Menge, die sie absetzen könnten.

Neben dem Verkauf im Hofladen fährt das Paar freitags und samstags auf einen Krefelder Wochenmarkt. Die beiden machen alles alleine: zwei Tage Hofladen, zwei Tage Markt, und an zwei Tagen konzentrieren sie sich auf die Produktion. „Frischer als bei uns geht es nicht“, sagt Webers. Während der Spargelsaison öffnet der Gemüsehof Webers sogar am Sonntag, weil die weißen Stangen so begehrt sind. „Ich probiere gerne mal Neues aus, etwa Tomatensorten, die wirklich nach Tomate schmecken, oder Salate wie Pak Choi“, ergänzt der Landwirt.

Ehefrau Marlies berät die Kunden bei ihren Einkäufen und gibt auch schon mal Tipps, wie man das Gemüse zubereiten kann. „Sie ist eine begeisterte Köchin“, sagt Webers. Die Chefin ergänzt das Sortiment mit eigenen Produktionen. Beispielsweise kocht und schält sie die Rote Beete, die so ohne Konservierung direkt verarbeitet werden können, und tütet sie ein. Zudem kocht sie zur Saison eine Vielzahl von leckeren Marmeladen ein.

Sehr beliebt sind im Sommer die bunten Sträuße, die aus Blumen vom eigenen Feld gebunden werden. Um den Kunden noch mehr zu bieten, kaufen die Webers Obst, Eier und in geringerem Umfang Wurstwaren zu. So gibt es zurzeit Äpfel aus Schiefbahn, Eier aus Urdenbach und Honig aus Strümp. Südfrüchte kaufen die Webers auf dem Großmarkt ein. „Wir haben rund 80 Prozent Stammkunden“, berichtet der Ur-Strümper stolz.