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Meerbusch: Immobilien: Meerbusch schlägt Düsseldorf

Meerbusch : Immobilien: Meerbusch schlägt Düsseldorf

Das Nachfragewachstum auf dem deutschen Wohnungsmarkt gewinnt nach den aktuellen Umfragen der Landesbausparkassen (LBS) an Breite und Stärke.

"Bei überwiegend rückläufigem Angebot steigen damit zwangsläufig auch die Preise weiter, allerdings immer noch moderat", sagte Verbandsdirektor Hartwig Hamm gestern bei der Vorstellung der LBS-Analyse "Markt für Wohnimmobilien 2012".

Die Immobilienexperten von LBS und Sparkassen prognostizieren bis zum Jahresende im Bundesdurchschnitt einen Preisanstieg von 2 bis 3,5 Prozent.

Einfamilienhaus: 520 000 Euro

Gebrauchte frei stehende Einfamilienhäuser seien nicht nur in den Metropolen knapp und teuer, sondern teilweise auch im attraktiven Umland. Das gelte nicht nur für den Münchener Raum, sondern zum Beispiel auch für Düsseldorf, wo Objekte in Meerbusch mit 520 000 Euro teurer sind als in der Landeshauptstadt selbst. Spitzenpreise gibt es nach Aussage der LBS-Experten aber auch in touristisch geprägten Regionen. So ragen im Voralpenraum Starnberg mit 675 000 Euro und Garmisch-Partenkirchen mit 625 000 Euro heraus. Auch am Bodensee ist es in Konstanz und Lindau mit 630 000 bzw. 550 000 Euro ausgesprochen teuer.

Deutlich mehr Neubauten

Auch bei den Neubauten legt die Stadt Meerbusch zu. Nach Angaben der städtischen Bauaufsicht wurden im vergangenen Jahr 513 Anträge eingereicht, das ist der höchste Stand seit 2007 und im Vergleich zum Vorjahr 2010 ein Anstieg um acht Prozent. Damals wurden 475 Bauanträge bei der Verwaltung gestellt, 2009 waren es 451, im Jahr 2008 501.

Der überwiegende Teil der Bauanträge — 154 — bezieht sich auf den Neubau von Ein- und Zweifamilienhäusern. Die Stadt erteilte 134 Baugenehmigungen. Daneben genehmigte die Stadt Meerbusch auch den Bau von sechs Mehrfamilienhäusern sowie zwei Mehrfamilienhäusern mit gewerblichen Räumen und 19 gewerblichen Betriebsgebäuden.

Für die Stadt sind die geplanten Neubauten ein lohnendes Geschäft — längerfristig, weil die Eigenheimbesitzer Grundsteuer zahlen. Und auch kurzfristig, weil die Stadt alleine im vergangenen Jahr mehr als 309 000 Euro Gebühren für die Baugenehmigungen einnahm — ein deutlicher Anstieg um mehr als 29 Prozent gegenüber 2010. Damals erzielte die Stadt insgesamt knapp 239 000 Euro Gebühreneinnahmen aus erteilten Baugenehmigungen.

(RP/rl)