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Imker aus Meerbusch stellt sechs Bienenkästen am Winklerweg auf

Genuss aus Meerbusch : Bald gibt es Blütenhonig aus Osterath

Imker André Püllen aus Bösinghoven stellt seine Bienenkästen an verschiedenen Standorten auf. Sechs sind es am Winklerweg. Wenn die Bienen eingezogen sind, will Püllen auch Kinder aus der benachbarten Grundschule einladen.

Die Dächer aus Blech glitzern in der Morgensonne. Aber noch sind die sechs Kästen aus geöltem Kiefernholz leer. Voraussichtlich im April ziehen die Bewohner ein. Dann bekommen die Hühner von Landwirt Rainer Roos, die in ihrem mobilen Stall ebenfalls auf dem eingezäunten Gelände zwischen Winklerweg und Gottlieb-Daimler-Straße gegenüber dem Aldi-Supermarkt zuhause sind, neue Nachbarn: rund 20.000 Honigbienen pro Kiste. „Und mit etwas Glück gibt es dann bereits ab Mai oder Juni den ersten Blütenhonig aus Osterath“, sagt André Püllen, der seine Bienenkästen selbst baut.

Zehn Bienenstöcke konnte der Hobby-Imker aus Bösinghoven bereits im vergangenen Jahr am ersten Hühnermobil-Standort von Rainer Roos in Langst-Kierst aufstellen. Weil die Kooperation so gut funktioniert, will er nun weitere Bienenvölker nach Osterath umsiedeln.

Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, in der sich die Bienen orientieren und an den neuen Standort gewöhnen müssen, werden sie sich in der Umgebung der Kästen auf Nahrungssuche begeben. In der Nähe gebe es genug davon, meint Püllen. Zusätzlich will Landwirt Roos auf der Fläche noch Blumen pflanzen. „Später möchten wir dann auch die Kinder der benachbarten Nikolaus-Grundschule einladen und ihnen zeigen, wo der Honig herkommt“, kündigt Püllen, selbst Vater dreier Kinder, seine weiteren Pläne an.

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Denn auch er entdeckte seine Liebe zum Imkern bereits als Kind. „Früher gab es in Nierst am Deich den Imker Fretzen“, erinnert sich André Püllen. „Ich war damals neun oder zehn Jahre alt und habe mir von ihm allerlei rund ums Imkern zeigen lassen.“ Dann allerdings legte er eine jahrelange Imker-Pause ein. „Bis es vor einigen Jahren im Kindergarten meiner beiden jüngsten Kinder eine Bienen-AG gab – da habe ich wieder Lust bekommen und gemeinsam mit meinem Sohn und meiner Tochter die ersten beiden Kisten aufgestellt.“

Seit rund vier Jahren ist der Bösinghovener nun wieder intensiv im Bienen-Geschäft – mit insgesamt 22 Beuten, wie man die Bienenvölker auch nennt. Dennoch sagt der Hobby-Imker: „Man lernt nie aus. Es gibt so viel Wissen, das man sich über die Insekten und die Honig-Produktion aneignen kann.“ Deshalb war er auch dankbar, dass er in der Anfangszeit einen Bienen-Paten hatte. Das ist ein erfahrener Imker, der sein Wissen weitergibt und bei Fragen ansprechbar ist.

Mittlerweile ist André Püllen selbst Bienen-Pate, sein erstes „Patenkind“ ist Diane van Sierenberg de Boer. Auch die Strümperin erzählt, dass sie als Kind den Imker Fretzen kennengelernt hat. „Er hat mir damals mal bei einem Bio-Referat über Bienen geholfen“, erinnert sie sich. Nun sind ihre eigenen Kinder groß; vier Hühner hält sie bereits in ihrem Garten – „und jetzt wollte ich auch das Imkern richtig lernen“.

Übers Reiten hat sie André Püllen kennengelernt, der sie seit einem halben Jahr beim Imkern unterstützt. Diane van Sierenberg de Boer hat bereits Vorbestellungen für ihren Honig, und einen Standort für ihre ersten beiden Bienenkästen hat sie auch schon organisiert: „Ich darf meine beiden Beuten demnächst im Apfelparadies in Strümp aufstellen“, berichtet sie und lacht: „An Blüten wird es den Bienen dort garantiert nicht fehlen.“