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Im Hofladen vom Frenkenhof in Meerbusch gibt es regionale Produkte.

Hofläden in Meerbusch : Frisches Gemüse vom Feld in den Laden

Der Frenkenhof tauscht sich mit anderen regionalen Anbietern bei seinem Angebot aus. Neben Obst und Gemüse gibt es auch Eier, Fleisch - und Käseprodukte sowie verschiedene Essigsorten, Likör, Honig, Senf und Konfitüre.

Ihre Vorstellung davon, was ein Hofladen bieten muss, bringt Renate Frenken ganz einfach auf den Punkt: „Regionale Produkte sind ein Muss. Sie sind saisonabhängig und damit immer frisch.“ Ein Blick in den kleinen, in das Hofgebäude integrierten Laden mit Regalen voller Gemüse und Obst in leuchtenden Farben macht Appetit. „Kaufen, wo’s wächst“ haben sich Renate und Markus Frenken auf die Fahne geschrieben. Ob Walnüsse, Kartoffeln, Sellerie, Blumenkohl, Wirsing oder Weißkohl – alles wird selbst angebaut und geerntet.

Den Start macht im Frühjahr der Spargel, und dann geht es bei der Ernte Schlag auf Schlag. „Aber auch die Eier unserer rund 200 frei laufenden Hühner sind sehr beliebt“, sagt Renate Frenken. Neben zwei Hähnen gibt es auf dem Hof auch zehn Gänse: „Die dürfen hier alt werden – wir nutzen nur ihre Eier.“ Gemüse- oder Obstsorten, die nicht auf den eigenen Feldern wachsen, werden zugekauft: „Alles im nahen Umfeld, also auch regional.“

Bohnen beispielsweise werden getauscht: „Dafür gibt’s von uns Blumenkohl.“ Seit einigen Monaten steht im Hofladen ein großer Kühlschrank, in dem Fleischprodukte vom Vennbachhof in Schwalmtal lagern: „Dort werden seit Generationen hochwertige Fleisch- und Wurstwaren produziert.“ In dem Kühlschrank liegen außerdem Ziegenkäseprodukte. Sie kommen von einem Hof in Grefrath, auf dem 400 Ziegen gehalten werden. Seit Beginn der Pandemie ist die Nachfrage nach frischem Gemüse gestiegen. „Es wird wieder mehr zuhause gekocht“, so die Erfahrung von Renate Frenken.

Und damit es auch gut schmeckt, hat sie zusätzlich Gewürzprodukte im Programm. Etwa ausgefallene Gewürzessig-Kreationen, Pesto, Konfitüren, Senf- oder Honigvariationen, Sirup und Liköre. Sie kommen aus der Produktion von „Dagmars Feinkost“ in Osterath. Renate Frenken ist es wichtig, den Verbrauchern außerdem den Anbau des Gemüses nahezubringen: „Viele – auch Erwachsene - wissen nicht, was wo und wie wächst.“

Sie selbst – Mutter zweier Söhne - ist auch bemüht, Kenntnisse darüber an Kinder zu vermitteln. Vor der Corona-Krise wurden Mottopartys veranstaltet und Kindergartengruppen und Schulklassen sind zum Unterricht aufs Feld gekommen. Sie verfolgten den Wachstumsprozess und schauten nach, wie tief die Kartoffeln in der Erde sind.

„Was wisst ihr über Kartoffeln?“, fragt Renate Frenken aber auch regelmäßig während des Besuchs von Gruppen wie dem OBV Meerbusch oder bei Kindergeburtstagen, die auf dem Hof ausgerichtet werden. Dann wird die Kartoffel auch verarbeitet. Nicht zu einem Gericht, sondern sie wird zur Kunst. Frenken: „Wir basteln Kartoffel-Batterien und drucken mit der Knolle.“

Über die pädagogische Vermittlung ihres Wissens hat sich Renate Frenken informiert und möchte es weiter ausbauen. Schon im kommenden Jahr will sie ihre Kenntnisse mit dem Besuch eines Lehrgangs zum Thema Bauernhof-Erlebnispädagogik vertiefen. Und wer Rezepte fürs Verarbeiten des regional angebauten Gemüses haben möchte, kann im Dorfladen am Görgesheideweg nachfragen. Übrigens: Auch Kunden aus Düsseldorf, Kaarst oder Krefeld finden dank Hinweisschildern und der ausführlichen Internetseite den Weg.