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Meerbusch: Ideen für Meerbusch-Film

Meerbusch : Ideen für Meerbusch-Film

Ein Team der Cityguide AG soll einen Imagefilm über Meerbusch drehen. RP-Leser haben der Redaktion bereits diverse Vorschläge geschickt, was in dem Werbestreifen unbedingt enthalten sein sollte.

Sollte ein Werbefilm für Meerbusch eher mit einem Sonnenaufgang am Rheinufer beginnen, einer Spielszene vom Büdericher Eisenbrand oder einem Grußwort des Bürgermeisters? Das Videoteam der Cityguide AG, das den Film erstellen soll, hat viele Möglichkeiten, die facettenreiche Stadt und ihre acht Ortsteile positiv darzustellen. Wir haben die RP-Leser gefragt, was der geplante Kurzfilm auf jeden Fall enthalten sollte.

Hajo Schäfer vom Fährbetrieb Schäfer schlägt vor, mit dem großen "Meerbusch"-Schild bei Langst-Kierst einzusteigen. Vorteil: Dann wären die bekannte Rheinfähre und das traditionsreiche Hotel Vier Jahreszeiten gleich mit dabei. "Auf keinen Fall dürfen die Filmer den Lanker Marktplatz vergessen", meint Schäfer. Haus Meer und Schloss Pesch seien als Wahrzeichen "von und für Meerbusch" natürlich auch erwähnenswert.

Denkmalschützer Ludwig Petry hat der Stadt schon eine Liste mit Szenarien und Drehorten geschickt: Er empfiehlt Luftaufnahmen vom Rheinufer und den Feldern. Der ländliche Charakter der "Stadt im Grünen" könnte durch Bilder von Guts- und Bauernhöfe, Mühlen und Kirchen, wie St. Pankratius in Ossum herausgearbeitet werden. Die besondere Wohnqualität könnte mit einem Dreh in der Gartenstadt Meererbusch unterstrichen werden. Auch Hinweise auf Künstler wie Beuys, Mataré und Heerich sollten nicht fehlen.

Weitere Vorschläge von Petry: Elektrothek und Kunstkabinett Mönter in Osterath sowie die heute als Gaststätten genutzten ehemaligen Rheinbahn-Bahnhöfe und die künstlerische Illumination der Mediothek auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz. Gut wäre laut Petry, wenn auch auf das Brauchtum (Schützen, St. Martin) und den Freizeitwert der Stadt (Rad- und Reitwege, Sportplätze) eingegangen werden könnte.

Rainer Miedel von der Arche Noah findet, dass Streichelzoo und Jugendfarm als in der Region einmalige gemeinnützige Einrichtung in den Film gehören. Schließlich zeige sich bei der Arche Noah das besondere Engagement der Meerbuscher Bürger, die diese gemeinnützige Einrichtung immer wieder mit Spenden unterstützen.

Helmut Baur schlägt vor, dass der Film auch die vielseitige Meerbuscher Kunstszene darstellt, auch er denkt dabei etwa an Prof. Heerich. Künstlerin Editha Hackspiel wirbt dafür, den Verein Meerbuscher Künstler im Film zu würdigen: "Namhafte Mitglieder haben wesentlich zur Verschönerung des Stadtbildes beigetragen, etwa Michael Franke mit dem Kinderspielbrunnen in Büderich und dem Dorf-Brunnen auf dem Marktplatz in Lank-Latum", Auch die Meerbuscher Werke von Wil Hanebal, Will Brüll, Wilhelm Hable, Karl Franke und Leonore Gerber-Sorleder sollten nicht vergessen werden.

(RP)