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Meerbusch: Hildegundis vereint Pfarren

Meerbusch : Hildegundis vereint Pfarren

Ab Januar wird es in Meerbusch nur noch eine Pfarre geben, die zum Bistum Aachen gehört. Die Fusion hatte im Vorfeld für heftige Diskussionen gesorgt. Jetzt hat der Bischof entschieden.

Der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff hat das Mehrheitsvotum für die umstrittene Fusion der katholischen Gemeinden im Norden Meerbuschs bestätigt. Osterath, Strümp,Lank-Latum, Langst-Kierst, Nierst und Ossum-Bösinghoven werden zu einer Pfarre verschmelzen — zu einer Rechtseinheit.

Der neue Name: "Selige Hildegundis von Meer". Hauptkirche dieser neuen Einheit wird St. Stephanus in Lank-Latum werden.

Als Zugeständnis an die Lanker Gemeinde, die bis zum Schluss für einen Kirchengemeindeverband statt für eine Fusion plädiert hat, wertete Bernd Wolters, Vertreter des bischöflichen Generalvikariats, diese Entscheidung nicht. "Lank ist das älteste Patronat", sagte Wolters. Das soll mit dieser Entscheidung gewürdigt werden.

Neuer Leiter der fusionierten Pfarre wird Norbert Viertel aus Osterath, der auch Vorsitzender des Lenkungsausschusses ist. "Ich bin froh, dass die Entscheidung gefallen ist und zufrieden mit dem Ergebnis", sagt Viertel.

Im Lenkungsausschuss würden jetzt unter anderem die im November anstehenden Neuwahlen von Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat vorbereitet. Drei Kirchenvorstände und Gemeinderäte gibt es zurzeit noch. Am 1. Januar 2010 sollen die neu zu wählenden Gremien ihre Arbeit aufnehmen. 16 Mitglieder wird der neuen Kirchenvorstand haben.

"Dafür gibt es nur eine Kandidatenliste", erläuterte Wolters. Maximal 16 Plätze hat auch der neue Pfarrgemeinderat der Pfarrei "Selige Hildegundis von Meer." Es gebe keine Schwierigkeiten, diese Plätze zu besetzen, kündigte Wolters an. Hubert Kräling von der Gemeinde St. Pankratius in Ossum-Bösinghoven zeigte sich zurückhaltender. In seinem Ort hätten Mitglieder des Pfarrgemeinderats bereits angekündigt, dass sie für dieses Ehrenamt nicht mehr zur Verfügung stünden.

Auch wenn die Entscheidung für die Fusion "nur" mehrheitlich gefallen ist, zeigte sich Felicatas Klein als Vertreterin der Gemeinde Lank — die gegen die Fusion gestimmt hatte — versöhnlich. "Ich bin froh, dass die Pfarrkirche bei uns bleibt. Wir können und müssen mit der Entscheidung des Bischofs leben", sagt sie und wünscht sich vor allem Gespräche, damit sich keiner überfahren fühlt.

(RP)