Meerbusch: Haushalt: Hebesatz der Kreisumlage soll 2018 sinken

Meerbusch: Haushalt: Hebesatz der Kreisumlage soll 2018 sinken

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und Kämmerer Ingolf Graul haben jetzt im Kreistag einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf für das Jahr 2018 eingebracht. Das Zahlenwerk umfasst ein Volumen von 507,4 Millionen Euro. Einen Schwerpunkt bildet einmal mehr der Sozialbereich: Allein rund 305 Millionen Euro einschließlich Landschaftsumlage müssten für Sozialleistungen aufgewendet werden, heißt es aus dem Kreishaus. Gleichzeitig sieht der Entwurf eine Absenkung der Kreisumlage um 1,35 Prozentpunkte auf 39,40 Prozent vor, der niedrigste Stand seit 2002.

Dennoch müssen die kreisangehörigen Städte und Gemeinden in absoluten Zahlen mehr aufwenden als 2017. Weil die Kreis-Kommunen mehr Einnahmen erzielt und sich dadurch die Umlagegrundlagen erhöht haben, erhält der Kreis deutlich weniger Schlüsselzuweisungen vom Land. Nur noch mit sechs Millionen Euro könne der Kämmerer für 2018 rechnen, heißt es. Das sind 33 Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Wie Petrauschke betonte, könne die Kreisumlage unter bestimmten Umständen jedoch weiter sinken: "Sollte ohne neue Belastungen die Landschaftsumlage in 2018 um 1,5 Prozent gesenkt werden, wäre eine Absenkung auf 37,9 Prozentpunkte möglich. Und wenn bis März weitere Einsparmöglichkeiten entstehen, werden auch diese zu einer weiteren Senkung führen."

Für eine solide Finanzplanung stehe auch der weitere planmäßige Abbau von Schulden, sagt der Kreis. So plane Kämmerer Ingolf Graul bis 2018 die Schulden des Kreises auf 31,7 Millionen Euro zu senken (ohne gebührenfinanzierte Investitionen in der Abfallwirtschaft). Vor zehn Jahren betrug der Schuldenstand des Kreises noch mehr als 103 Milliarden Euro. Die Entschuldungspolitik komme auch den Städten und Gemeinden zu Gute, so Petrauschke. Allein im Zeitraum von 2009 bis 2017 habe der Kreis rund neuen Millionen Euro Zinslasten einsparen können, die sich positiv auf die Höhe der Kreisumlage auswirken. Der Kreishaushalt wird am 21. März verabschiedet.

(RP)