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Meerbusch: Hallenbad: Weniger Besucher, bald steigende Eintrittspreise

Meerbusch : Hallenbad: Weniger Besucher, bald steigende Eintrittspreise

Zum 1. April, so hat es der Sportausschuss gegen die Stimmen der SPD beschlossen, sollen die Besucher des maroden Hallenbades höhere Eintrittsgebühren bezahlen. Das Ziel: 5000 Euro zusätzlich für den Haushalt zu erwirtschaften.

Nach einem jetzt vorgelegten Vorschlag der Verwaltung sollen pauschal alle Schwimmkarten um fünf Prozent erhöht werden. Damit würde ein Erwachsener künftig 3,45 Euro für den Schwimmbadbesuch zahlen. Zurzeit kostet die Eintrittskarte 3,30 Euro. Damit liegt Meerbusch nach wie vor unter den Preisen der umliegenden Schwimmbäder: In Düsseldorf-Oberkassel zahlen Erwachsene 3,90 Euro, in Krefeld-Fischeln 4,00 Euro, im Neusser "Nordbad" 4,70 Euro. Auch Kinderkarten sollen in Meerbusch von aktuell 1,60 Euro auf 1,70 Euro erhöht werden. Auch hier liegt Meerbusch unter den Tarifen der Bäder in der Umgebung (Nordbad Neuss: 2,20 Euro. Oberkassel: 2,70 Euro. Fischeln: 4,00 Euro). Die Benutzung des Solariums soll sich in Meerbusch von 3,55 Euro auf 3,75 Euro verteuern. Ebenfalls um fünf Prozent steigen die Geldwertmarken und Sondertarife.

Insgesamt sind die Besucherzahlen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen: 102 800 Besucher wurden im Jahr 2012 gezählt, 2011 waren es noch 106 200 – ein Minus von 3,2 Prozent. Besonders rückläufig entwickelten sich die Besuchszahlen von Privatpersonen: Mit 51 800 kamen 5100 weniger als im Jahr 2011 – ein Rückgang um 9,0 Prozent. "Die Entwicklung liegt auch darin begründet, dass einige Schwimmkurse im Jahr 2011 noch mit Coin am Automaten gezahlt haben und im Jahr 2012 die Beträge als Vereinsgruppierung abgebucht wurden", erklärt Stadtsprecher Michael Gorgs. Allerdings stieg die Zahl der Vereins-Eintrittskarten nur um 1500 auf 17 900. Rund ein Drittel der Besucherzahlen steuern die Schulen bei – ihre Zahlen liegen konstant bei 33 100.

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Im Frühjahr wollen Meerbuschs Politiker entscheiden, ob ein neues Hallenbad gebaut wird. Das bestehende Bad an der Friedenstraße hat ein undichtes Dach, eine von Gutachtern dringend empfohlene Sanierung lehnte die Politik wegen der Haushaltslage ab.

(mrö)