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Halbfinalspiele für Tennisturnier in Meerbusch-Büderich stehen fest

Topspieler beim Turnier in Büderich : Warum Tennisprofi Kevin Krawietz Supermarktregale einräumte

Am 9. Juli beginnen die Halbfinalspiele der „Tannenhof Resort German Men’s Series“ auf der Tennisanlage von GWR Büderich. Die Tenniscracks haben sich bereits über die Vor- und Zwischenrunde in Form gespielt, obwohl wegen der Corona-Pause der Matchrhythmus noch nicht hundertprozentig zurück ist.

(tino) Die Halbfinalspiele der „Tannenhof Resort German Men’s Series“ auf der Tennisanlage von GWR Büderich (Hülsenbuschweg 8) sind ausgelost. In Gruppe A bekommt es der topgesetzte Cedrik-Marcel Stebe mit Yannick Maden zu tun. Außerdem wurden Oscar Otte und Daniel Masur in diese Gruppe gelost. „Das werden sehr interessante Duelle. Gegen Cedrik habe ich in der Serie ja schon zweimal gespielt und verloren. Ich freue mich auf die neue Chance, vielleicht reicht es jetzt für mehr. Ich denke, alle Spieler, die sich fürs Halbfinale qualifiziert haben, sind gut in Form“, sagte Masur.

Yannick Hanfmann führt die Gruppe B an und bekommt es mit Maximilian Marterer, Mats Rosenkranz und Kevin Krawietz zu tun. „Auch wenn diese Gruppe vom Papier her vielleicht etwas schwächer ist, erwarte ich einige schwierige Matches“, urteilt Hanfmann. Die Tenniscracks haben sich über die Vor- und Zwischenrunde des Turniers in Form gespielt, obwohl coronabedingt der Matchrhythmus noch nicht hundertprozentig zurück ist. Auch Topsportler wurden ein paar Wochen lang „lahm gelegt“. Untätig waren viele Aktive dennoch nicht.

So arbeitete French Open-Doppelsieger Krawietz während des Lockdowns als Hilfskraft in einem bayrischen Supermarkt. Morgens um 5.30 Uhr stempelte sich Krawietz ein, befüllte Regale, desinfizierte die Einkaufswagen oder machte die Security. „Als Security habe ich von 15 bis 20.30 Uhr am Eingang gearbeitet und musste die ganze Zeit über stehen. Bereits nach 30 Minuten habe ich auf meine Uhr gesehen und gedacht, ich bin in einer meiner Fitness-Einheiten“, meint Krawietz augenzwinkernd. „Anschließend war mir mal wieder klar, dass ich ansonsten einer Arbeit nachgehe, in der ich Tennis spielen und viel reisen kann. Obwohl es richtig geschmerzt hat, um 5 Uhr morgens aufzustehen, war es eine neue Erfahrung und hat viel Spaß gemacht, sich mit meinen neuen Kollegen zu unterhalten.“ Krawietz hat seine Supermarkt-Arbeit nahezu unerkannt verrichtet. Erst als die Geschichte in einer örtlichen Zeitung erschien, flog seine Anonymität auf. Auf den Courts in Büderich wird der 28-Jährige nicht lange unerkannt bleiben.