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Sommerferien: Grusel-Ferien bei der Stadtranderholung

Sommerferien : Grusel-Ferien bei der Stadtranderholung

Stockbrot mit Nutella – das Brot etwas angekokelt für das richtige Röstaroma und die geschmolzene Nuss-Nougat-Creme als süße Soße: Die Kinder der Stadtranderholung in Büderich schrecken vor keiner kulinarischen Sonderheit zurück. Schließlich lautete das Thema der Ferienbetreuung dieses Jahr auch "Geisterstunde in Meerbusch – Jetzt wird's gruselig". Jetzt präsentierten die rund 70 Jungen und Mädchen ihren Eltern zum Abschluss des Programms, was sie in den zwei Wochen alles gemacht haben.

Schaurig wurde es zum Beispiel der Turnhalle der St. Mauritius-Grundschule: Dort führten die Kinder Tanz-Choreographien mit Hip-Hop und Breakdance sowie ein gruseliges Theaterstück vor. "Die Kinder haben das klasse gemacht. Es ist schön, wenn die Jungen und Mädchen sich so frei kreativ betätigen können", sagt Alexandra Sarwas, Mutter der zehnjährigen Joana, die nun schon das dritte Mal bei der Stadtranderholung dabei ist. "Sie kommt immer mit großer Begeisterung nach Hause", sagt Sarwas. Sie und ihr Mann sind beide berufstätig. "Für uns ist die Stadtranderholung deshalb ein tolles Angebot. Die Kinder haben Spaß und können soziale Kontakte knüpfen." Joana nickt. Sie ist noch etwas außer Atem von ihrem Tanzauftritt: "Wir hatten fünf Generalproben – so aufgeregt waren wir vorher."

In der "Gruselecke" auf dem Schulhof gab es derweil Bastelarbeiten der Kinder zu bestaunen: Miniatur-Friedhöfe aus Schuhkartons, Schreckensmasken und Skeletthände aus Gips und eine riesige Geisterburg. Als Wappen für ihre selbst gemachte Grusel-Burg hatten sich die Kinder das Dollar-Zeichen ausgesucht. Die Idee dazu hatte der neunjährige Luo: "Dollarzeichen sind einfach cool. Ich kenne die aus dem Fernsehen."

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Ebenfalls Teil des Programms der Stadtranderholung waren Tagesausflüge, Schwimmen, Fußball sowie ungewöhnliche Bewegungsspiele. Luo erklärt: "Beim Tauschspiel sind wir durch Büderich gegangen und haben versucht, Toilettenpapier einzutauschen". Und, erfolgreich? – "Ja, sehr. Von der Bäckerei haben wir für das Papier Quarkbällchen bekommen."

Damit die Stadtranderholung reibungslos abläuft, haben in diesem Jahr 18 Betreuer im Alter zwischen 13 und 25 Jahren mitgeholfen: "Zwar werden alle vorher geschult, die Betreuer bringen jedoch schon die sozialen Kompetenzen mit, die sie für die pädagogische Arbeit benötigen. Durch ihr junges Alter haben sie einen offeneren Umgang mit den Kindern", sagt die für das Programm zuständige Jugenddezernentin Angelika Mielke-Westerlage. Maike Billen

(RP)