Meerbusch: Grünes Licht fürs Jugendcafé

Meerbusch : Grünes Licht fürs Jugendcafé

Viele Komplimente gab's für Jugenddezernentin Angelika Mielke-Westerlage nach der Vorstellung des Konzepts für ein Jugendcafé im Alten Güterbahnhof in Osterath. Und den Worten der Politiker im Fachausschuss folgten Taten.

Einstimmig votierten Vertreter aller Parteien dafür, Geld zum Umbau und zum Betrieb der Einrichtung in den Meerbuscher Haushalt einzustellen. Das letzte Wort darüber hat der Stadtrat im Dezember.

Mielke-Westerlage konnte überraschend mit einem Trumpf punkten. Die Kosten für den Umbau lassen sich Dank der Osterather Handwerkerschaft, des Vereins Pro Osterath, des Männerchors und des Heimat- und Schützenbundes drastisch senken. Alle hatten in Vorgesprächen ihre Unterstützung zugesagt. Die Folge: Statt kalkulierter 500 000 Euro reicht wahrscheinlich die Hälfte. "Das sind in der Hauptsache Ausgaben fürs Material", informiert Mielke-Westerlage.

Vorsorglich stellten die Politiker zusätzliches Geld zur Verfügung, um den benachbarten Großraum des Meerbuscher Kulturkreises gleich mit zu sanieren. Über einen Durchbruch zum Jugendcafé ließen sich neue Optionen für beide Seiten schaffen. An den vorgesehenen Ruhetagen könnten dort zum Beispiel Schützen und Feuerwehr ihre Versammlung abhalten. Einigkeit herrschte allerdings darüber, dass der Güterbahnhof in erster Linie als Treffpunkt für Jugendliche gedacht sei.

Konzerte, Partys, Comedy, Talkrunden, Lesungen, Workshops, Ausstellungen, Poetry Slam, Filme — das Angebot für die Zielgruppe ist breit gestreut. "Wir haben bei Betreuern der Stadtranderholung die Wünsche an einen solchen Treffpunkt abgefragt, berichtete Mielke-Westerlage. Günstige Preise für Getränke und Speisen, zentrale Lage, umfassende Öffnungszeiten und ein vielfältiges Veranstaltungsangebot hätten auf der Liste ganz vorne gestanden.

Nach Rücksprache mit dem Osterather Betreuungsverein als Träger der Einrichtung und dem Verein Musikszene Meerbusch — ehemals Rock am Turm — seien Konzept und Kosten für den laufenden Betrieb inklusive des Programms ermittelt worden, berichtete Mielke-Westerlage. Die jährlich 120 000 Euro stehen 2013 nach Schließung des Pappkartons und des Sky Clubs in Osterath nahezu komplett zur Verfügung. Die Politik stimmte zu.

(RP/rl)