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Meerbusch: Großes Interesse am Böhler-Park

Meerbusch : Großes Interesse am Böhler-Park

Bei der Gewerbeimmobilien-Messe Expo Real in München registrierte die Stadt starkes Interesse am Standort Meerbusch. Besonders gefragt war der geplante neue Stadtteil im Süden Büderichs – der Böhler-Park.

Bei der Gewerbeimmobilien-Messe Expo Real in München registrierte die Stadt starkes Interesse am Standort Meerbusch. Besonders gefragt war der geplante neue Stadtteil im Süden Büderichs — der Böhler-Park.

So könnten die Einfamilienhäuser im geplanten Böhler-Park im Süden Büderichs aussehen. Skizze: Kai 18 Projekte. Foto: Kai 18 Projekte

Meerbuschs wohl wichtigstes städtebauliche Projekt war zwar offiziell gar nicht bei der gestern zu Ende gegangenen Gewerbeimmobilien-Messe "Expo Real" in München vertreten — dennoch zog es bei den Fachbesuchern große Aufmerksamkeit auf sich. Die Firma Böhler-Uddeholm will auf ihrem 260 000 Quadratmeter großen Gelände im Süden Büderichs, direkt an der Stadtgrenze zu Düsseldorf, 157 Einfamilienhäuser und 30 Bürogebäude mit insgesamt rund 163 000 Quadratmetern Fläche errichten.

"Zu dem Entwicklungsareal Böhler sind wir mit einigen Interessenten ins Gespräch gekommen, die gezielt unseren Messestand aufgesucht haben", erklärte Meerbuschs Wirtschaftsförderin Heike Reiß. Gemeinsam mit Bürgermeister Dieter Spindler (CDU) präsentierte sie auf dem Gemeinschaftsstand der Standort Niederrhein GmbH die Investitionsmöglichkeiten in Meerbusch. Noch steht nicht fest, ob Böhler das neue Stadtquartier selbst entwickeln wird oder ein Investor gesucht wird. "Ich habe auf jeden Fall Visitenkarten von Projektentwicklern, die großes Interesse an dem Böhler-Park haben", sagte Reiß.

Daneben stellte Bürgermeister Spindler die beiden letzten Filet-Grundstücke im Business-Park Mollsfeld vor — eine 7200 Quadratmeter und eine 5800 Quadratmeter Fläche sind noch frei, in der Nachbarschaft großer Unternehmen wie Epson, Kyocera oder Medtronic. "Auch hier gab es mehrere Interessenten — wir müssen jetzt sehen, was daraus wird", so Reiß.

Im Mittelpunkt des Messeauftritts der Standort Niederrhein GmbH stand eine Studie zu Logistikflächen in der Region — darunter auch ein mögliches interkommunales Gewerbegebiet von Meerbusch mit Krefeld südlich des Krefelder Hafens im Norden Lanks. Wirtschaftsförderin Heike Reiß: "Noch steht die Größe nicht fest. Ohne eine Belastung für Meerbusch wäre es ein spannendes Projekt. Für mich ist wichtig, dass man daran weiter arbeitet." Zu Beginn nächsten Jahres sollen Meerbuschs Politiker im Planungsausschuss darüber informiert werden; insbesondere die Anwohner der Rheingemeinden befürchten eine starke Verkehrszunahme.

(RP/rl)