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Meerbusch: Großer Brocken wartet auf den TuS

Meerbusch : Großer Brocken wartet auf den TuS

Die Bösinghovener Oberliga-Fußballer müssen zu Nachbarn und Aufstiegskandidaten VfR Fischeln

Nur etwa fünf Kilometer trennen die Sportplätze der beiden Klubs, die ganz unterschiedliche Saisonziele verfolgen: Während der TuS Bösinghoven dringend punkten muss, um etwas Luft im Kampf ums Überleben zu bekommen, strebt der gastgebende Liganeuling aus Fischeln den direkten Durchmarsch in die Regionalliga an. Heute, 16 Uhr (Kölner Straße) treffen die beiden Teams aufeinander.

Die Grün-Weißen standen vor wenigen Wochen nach einem Saisonstart mit sieben Siegen in Folge noch an der Tabellenspitze. Dann kassierten sie beim 1:3 auf eigenem Platz gegen den Wuppertaler SV die erste Niederlage. Mit den Dreiern bei Rot-Weiß Oberhausen II (2:1) und gegen Schwarz-Weiß Essen (1:0) kehrte die Mannschaft nur kurz auf die Erfolgsspur zurück. Zuletzt gab es drei Niederlagen in Serie bei Germania Ratingen (0:1), gegen den VfB Hilden (2:3) und beim 1. FC Bocholt (2:4), die für den Sturz von Rang eins auf drei sorgten. Zwar ist die Truppe von Trainer Josef Cherfi immer noch punktgleich mit Spitzenreiter Bocholt, dennoch steht sie gegen Bösinghoven unter Druck und braucht dringend ein Erfolgserlebnis, um gegenüber den Konkurrenten nicht weiter an Boden zu verlieren. TuS-Trainer Robert Palikuca glaubt nicht, dass die Niederlagen dem VfR einen psychologischen Knacks zugefügt haben und seine Elf nun leichtes Spiel hat. "Die Fischelner haben dreimal nur sehr knapp verloren und sind im Aufstiegsrennen immer noch voll dabei. Sie werden trotz ihrer jüngsten Niederlagen mit viel Selbstvertrauen gegen uns antreten", sagt er.

Palikuca sieht sein Team in der Außenseiterrolle. Dennoch traut er ihm eine Überraschung und den ersten Auswärtserfolg der Saison zu. "Wir sind auf einem guten Weg. Physisch gehen wir in den Spielen an unsere Grenzen und spielerisch werden wir auch immer besser. Leider stehen Aufwand und Ertrag in keinem gesunden Verhältnis, weil wir zu viele Torchancen vergeben", sagt er. So war das auch zuletzt beim 2:2 gegen den MSV Duisburg II, als der TuS kurz vor Schluss unglücklich den Ausgleich kassierte.

(RP)