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Meerbusch: Großer Andrang beim Gesundheitstag

Meerbusch : Großer Andrang beim Gesundheitstag

Mehr als 1500 Menschen besuchten den "Meerbuscher Gesundheitstag" im St.-Elisabeth-Hospital: Mehr als 20 Vorträge und Aktionskurse zu Therapiemöglichkeiten gegen chronische Erkrankungen standen auf dem Programm

Normalerweise versuchen Menschen Besuche in einem Krankenhaus zu vermeiden, doch am vergangenen Samstag herrschte im Foyer des St. Elisabeth-Hospitals in Lank-Latum Hochbetrieb: Die Hubertus- und Teloy-Apotheke, die Rheinpraxen und zahlreiche niedergelassene Meerbuscher Ärzte des Rheinischen-Rheuma-Zentrums veranstalteten zum dritten Mal gemeinsam den "Meerbuscher Gesundheitstag" im Hospital.

"Schon heute Morgen war der Andrang enorm — über 1500 Menschen waren es allein in den ersten Stunden", sagte die Pflegedirektorin des St. Elisabeth-Hospitals, Anja Reiners. "Die Meerbuscher sind für das Thema Gesundheit deutlich sensibler geworden."

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf den Themen chronische Rückenschmerzen und Herz-Kreislauf-Beschwerden. Von 10.30 bis 16 Uhr gab es für alle Interessierten die Möglichkeit, Vorträge von Fachmedizinern zu hören, an Aktionskursen teilzunehmen oder sich an verschieden Ständen zu informieren. Außerdem konnten sich die Besucher für fünf Euro, die an die Meerbuscher Bürgerstiftung gehen, einem "Risiko-Check" unterziehen — so wie es auch Alix Fouchard tat: "Ich würde mich nicht als extrem gesundheitsbewusst bezeichnen. Ich finde es aber wichtig, regelmäßig zu Kontrolle zu gehen", sagte er.

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Der Check bestand aus insgesamt fünf Stationen: Zuerst wurden Körpergröße, Gewicht und Taillenumfang gemessen, danach Blutdruck, Blutzucker sowie Cholesterol. Am Schluss erklärten Ärzte das Ergebnis am Expertentisch. Sebastian Lieske, Mediziner der Rheinpraxen, hatte für Fouchard nur eine Empfehlung: "Weiter so." Die gemessenen Werte lägen alle im unbedenklichen Bereich. "Bei den erhobenen Werten handelt es sich um Risiko-Faktoren", erklärte der Mediziner. "Die tun erst mal nicht weh." Daher seien regelmäßige Voruntersuchungen unerlässlich, die sich auch nicht durch den kurzen Risiko-Check im Hospital ersetzen ließen.

Wer sich noch genauer über seinen eigenen Gesundheitszustand informieren wollte, der konnte sich zum Beispiel vom Gesundheitszentrum "Physio 2 move" eine Muskel-Fett-Analyse des Körpers oder bei Ärzten aus Meerbusch direkt im Foyer einen professionellen Hör- und Sehtest machen lassen.

Deutlich theoretischer ging es derweil in den Schulungsräumen des Rheinischen Rheuma-Zentrums zu: Nyamsuren Nasanjargal, Spezialistin des Hospitals für Akupunktur, berichtete über chinesische Therapiemöglichketen gegen Rückenschmerzen. Und Zahnart Axel Scheffer referierte zum Thema "Herzinfarkt durch schlechte Zähne". Während Scheffer die Zuhörer über den Zusammenhang zwischen Parodontitis (Zahnfleischentzündung) und erhöhtem Schlaganfall-Risiko aufklärte, standen in der Turnhalle des Hospitals mehrere Bewohner des Malteserstifts St. Stephanus beim Kurs "Tango und Demenz — Tango verrückt!" auf dem Parkett. "Der Tango ist ein ständiger Austausch zwischen den Tanzenden, auch weil die Schrittfolge nicht einfach auswendig gelernt wird", erklärte Renate Wiemes vom Viersener Team Tangoluna . Ein paar Stunden zuvor wurde in der Turnhalle jedoch unter ganz anderem Motto getanzt: Der TuS Bösinghoven hatte hier sein "XXL-Programm zum gesunden Abnehmen" vorgestellt.

Am Ende des Tages stellte die Pflegedirektorin Anja Reiners zufrieden fest: "Ich bin froh, dass wir die Fragen der vielen neugierigen Menschen beantworten konnten."

(RP)