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Meerbusch: Großeinsatz: Acht Pkw brannten

Meerbusch : Großeinsatz: Acht Pkw brannten

In Osterath sind wieder Brandstifter unterwegs: Am frühen Samstagmorgen brannten dort acht Pkw, zwei Carports sowie ein Mülleimer. Die Polizei hat sechs Wagen sichergestellt und ermittelt.

Die UWG fordert — wie bereits im vergangenen Jahr — den Fahndungsdruck zu erhöhen. Brandstifter haben in Osterath wieder zugeschlagen. Am früher Samstagmorgen rückte die Freiwillige Feuerwehr Meerbusch fast zeitgleich zu insgesamt fünf Brandeinsätzen in Osterath aus. "Das ist eine neue Dimension", sagt Frank Mohr, Pressesprecher der Freiwilligen Feuerwehr Meerbusch. "Wir mussten sofort mehrere Löschzüge alarmieren", so der Feuerwehrsprecher, "weil die Meldungen Schlag auf Schlag einliefen."

Die erste Meldung kam um 4.41 Uhr von der Hochstraße. Dort stand ein mobiler Müllcontainer in Flammen. Wenige Minuten später wurde ein Pkw-Brand an der Theodor-Heuss-Straße gemeldet. Auch dort brannte der Pkw beim Eintreffen der Feuerwehr bereits stark.

Parallel fiel auf der Straße Am Gumpertzhof ein Audi den Flammen zum Opfer. Der Brand im Motorraum richtete erheblichen Schaden auch an einen nebenstehenden Wagen an. Auf dem Rudolf-Lensing-Ring brannten an zwei verschiedenen Einsatzstellen rund 200 Meter auseinander liegend jeweils zwei Fahrzeuge.

An einer dieser beiden Einsatzstellen wurde ein weiterer Pkw ebenfalls von dem Flammen beschädigt. Eine Brandausbreitung auf zwei angrenzende Carports konnte die Feuerwehr noch in der Entstehungsphase löschen und so weiteren Schaden verhindern.

Für jeden Pkw-Brand setzte die Feuerwehr einen Trupp unter Atemschutz ein, der die Flammen mit einem Strahlrohr bekämpfte. Aufgrund der Anzahl der Einsatzstellen und der Häufung der Meldungen, gerade im Bereich Rudolf-Lensing-Ring, wurden neben dem Osterather Löschzug auch weitere Einheiten aus Strümp, Lank, Bösinghoven und Nierst alarmiert.

Löschfahrzeuge, die nicht unmittelbar zur Brandbekämpfung eingesetzt waren, kontrollierten sicherheitshalber den Bereich der umliegenden Straßen auf weitere Entstehungsbrände oder leuchteten die Einsatzstelle aus. Insgesamt waren rund 45 Kräfte im Einsatz, die letzten von ihnen bis nach sechs Uhr.

Im vergangene Jahr mussten die Freiwilligen Feuerwehrleute sechs Prozent mehr Brände löschen. Besonders die Brandstiftungen seien eine große Belastung für die Wehr, hieß es in der Bilanz 2010. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sechs Fahrzeuge sichergestellt. Sie kündigte erst für heute Informationen an. Christian-Staudinger Napp (UWG) reagierte als erster Politiker und forderte erneut, den Fahndungsdruck zu erhöhen.

(RP)