Meerbusch: Golfmesse zieht nach Meerbusch

Meerbusch : Golfmesse zieht nach Meerbusch

Europas größte Golfmesse, die Rheingolf, zieht nächstes Jahr von Köln nach Meerbusch. Mindestens bis 2018 wird sie auf dem Areal Böhler ausgerichtet. Im Schnitt besuchen 25 000 Messegäste die dreitägige Veranstaltung.

Meerbusch wird im zweiten Anlauf doch noch zum Messestandort. Vom 1. bis 3. März 2013 kommt die mit rund 25 000 Besuchern größte Golfmesse Europas, die Rheingolf, nach Büderich aufs Areal Böhler an der Stadtgrenze zu Düsseldorf. In den vergangenen zwölf Jahren fand die Golfmesse in Halle 8 der Köln-Messe statt. "Meerbusch kann mindestens fünf Jahre mit uns rechnen", sagte der Veranstalter der Rheingolf, Michael Jacoby (Handicap 19,9).

Präsentierten gestern das Konzept (v.l.): Michael Jacoby (Rheingolf), Frank Dehorn (Böhler), Dieter Spindler (Bürgermeister) und Georg W. Broich (Caterer). Foto: Dackweiler, Ulli

Bereits im Frühjahr hätte das Areal Böhler bereits Messestandort sein sollen: Die Düsseldorfer Modemesse Igedo wollte sich mit "The Gallery Düsseldorf" rund 12 000 erwarteten Besuchern auf dem Areal Böhler präsentieren, sagte dann Ende Mai wenige Tage vor der Veranstaltung ab. "Vielleicht werden ja jetzt andere Messe-Veranstalter auf uns aufmerksam", sagte Meerbuschs Wirtschaftsförderin Heike Reiß damals.

So ist es gekommen: "Im Umkreis von 200 Kilometern um unseren neuen Messestandort gibt es mehr als 300 Golfplätze", sagt Jacoby. "Auf ihnen spielen fast eine halbe Million aktive Golfer." Das sei die höchste Golfplatzdichte in Kontinentaleuropa. Jacoby rechnet auch mit Messebesuchern aus den Niederlanden, Belgien und Luxemburg.

"Meerbusch ist gerne Gastgeber"

"Wir freuen uns, dass Sie mit der Messe nach Meerbusch kommen", erklärte Meerbuschs Bürgermeister Dieter Spindler (CDU). "Wir sind gerne Gastgeber." Er hoffe, dass sich die Messegäste auch in Meerbusch umschauen werden — und machte Böhler-Uddeholm ein Kompliment: "Es ist beeindruckend, was hier auf dem Gelände entstanden ist."

Die Golfmesse wird in der einstigen Schmiedehalle der Böhlerwerke veranstaltet. Die 1915 gebaute Halle, 8500 Quadratmeter groß, sollte nach der Auslagerung des Schmiedebetriebs Anfang der 90er Jahre nach Österreich und Schweden eigentlich abgerissen werden. "Sie war bereits als Abrisshalle deklariert", berichtete Frank Dehorn, Deutschland-Geschäftsführer von Böhler-Uddeholm. Das Unternehmen habe sich dann aber gegen den Abriss entschieden: "Diese Industrie-Architektur ist einzigartig im Rhein-Kreis Neuss." Für einen Millionenbetrag sanierte Böhler die Schmiedehalle, funktionierte sie zu einer Eventlocation um. Die Firma Broich Catering, die ebenfalls auf dem Areal sitzt, wird Speisen und Getränke bereitstellen.

(RP/rl)