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Meerbusch: Gnadenkapelle "Maria in der Not"

Meerbusch : Gnadenkapelle "Maria in der Not"

Büderich Eine schwere, hölzerne Tür markiert den Eingang in eine Welt, in der die Menschen Ruhe und Trost suchen. Drinnen, in der Gnaden- und Wallfahrtskapelle "Maria in der Not" in Büderich, ewartet die Gläubigen absolute Stille. Jahr für Jahr, Tag für Tag pilgern die Menschen nach Niederdonk, um zu beten, zu reflektieren oder um ganz einfach die Ruhe zu genießen. Rund 37 000 Opferkerzen werden dort pro Jahr entzündet.

Die Geschichte der Kapelle geht bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts zurück. 1802 wurde sie der Pfarre St. Mauritius zugeordnet. Der Bau, der heute noch an dem idyllischen Fleckchen Erde in Niederdonk steht, stammt aus dem Jahr 1839. Jedoch ist er nicht mehr im Original erhalten. Er wurde mehrmals umgebaut, erweitert und restauriert. Die Wallfahrtskapelle mit ihrem "wundertätigen Gnadenbild" gilt als ein "Zeugnis des religiösen Lebens". Für ihre "Erhaltung und Nutzung", so steht es in der Denkmalliste geschrieben, "liegen volkskundliche und künstlerische Gründe vor. Die Unterschutzstellung erstreckt sich auf den unveränderten Erhalt des Gebäudes. Eine Anpassung an moderne liturgische Nutzung ist möglich". Die Kapelle gehört zum Siedlungskern des Ortsteils Niederdonk, ist seit dem 17. Jahrhundert eine Wallfahrtskapelle. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Triptychon von 1538, ein Hochkreuz aus dem 17. Jahrhundet sowie das Gnadenbild. An der Außenseite der Kapelle hängt ein Kruzifix des Büdericher Bildhauers Jakob Wasen. Auf dem Vorplatz stehen ein Altar aus schwarzem Basalt, eine Statue "Madonna mit Kind" sowie eine Barockkreuz aus dem 18. Jahrhundert, das wahrscheinlich aus dem Kloster Meer stammt. Die zwei Linden, die vor der Kapelle standen, sollen im Zweiten Weltkrieg eine Luftmine abgehalten haben, so dass sie Kapelle den Angriff weitestgehend unbeschadet überstand. ESTHER MAI

Morgen Haus Meer

(RP)