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Meerbusch: Gesunde Ernährung spielerisch lernen

Meerbusch : Gesunde Ernährung spielerisch lernen

Für die Kinder der Vorschulgruppen vom Familienzentrum "Fronhof" ist diese Woche jeder Tag dem Thema "Gesunde Ernährung" gewidmet. Dazu wurden sie spielerisch an das Thema herangeführt

Wie viel Obst sollte man pro Tag essen - und wofür ist Vitamin A eigentlich gut? Fragen wie diesen gehen die Vorschulkinder des Familienzentrums "Fronhof" in dieser Woche auf den Grund. Am Dienstag kam deshalb die Medienpädagogin Frauke Nüße vom "Arbeitskreis Neue Medien (AKNM)" in die Kita. In der Turnhalle hat sie einen Tisch mit vielen verschiedenen Obst- und Gemüsesorten aufgebaut: Bananen, Kiwis, Möhren oder Paprika - alles ist dabei.

Die Produkte haben die Kinder am Tag zuvor mit den Gruppenleiterinnen im Supermarkt ausgesucht. Frauke Nüße erklärt, welche Vitamine wo drinstecken. Und die Kinder lernen: Vitamin A ist gut für die Augen, Vitamin C für die Nase, damit sie keinen Schnupfen bekommen, und Ballaststoffe brauchen sie für die Verdauung.

Bei dem Workshop werden den Kindern Kenntnisse auf lockere Art und Weise vermittelt. Eine Rolle spielen dabei auch die Neuen Medien. Ganz neu sind sie für die Fünf- bis Sechsjährigen nicht. Als Nüße nach den richtigen Begriffen für die Technikgeräte fragt, rufen die Kinder: "Computer! Beamer!" Und dass man mit dem Laserpointer nicht in die Augen leuchten darf, haben sie auch schnell verstanden.

Am Computer zeigt die Medienpädagogin ein Bild von einer Zeichentrickfigur. "Das ist Manu", erklärt sie. Doch Manus Augen sind geschlossen und die Mundwinkel zeigen nach unten. "Woran könnte das liegen?" Die Kinder suchen nach Antworten: "Er hat Bauchschmerzen."

Mit einem Mausklick zeigt sich, was in Manus Bauch liegt - drei Hamburger und ein paar Würste. Auf dem nächsten Bild sieht die Figur dünn aus, aber diesmal ist der Magen leer. Das letzte Bild zeigt einen fröhlichen Manu und im Bauch hat er mehrere Obst- und Gemüsestücke. In der Gruppe besprechen sie, welche Nahrungsmittel man gut zum Frühstück essen kann, damit man keine Bauchschmerzen bekommt. Die Kinder lassen ihren Ideen freien Lauf: "Äpfel, Birnen, Gurke, Brombeeren", zählen sie auf.

Damit die Kinder sich etwa 90 Minuten lang konzentrieren können, macht Frauke Nüße zwischendurch Musik an, zu der die Vorschulkinder sich bewegen.

Es ist das "Möhrenlied", und die Mädchen und Jungen imitieren, wie Karotten in der Erde wachsen. Nach der kleinen Tanzeinlage lernen sie spielerisch, dass jeder Mensch im Schnitt fünf Portionen Obst oder Gemüse pro Tag essen sollte. Doch die Menge kann von Mensch zu Mensch unterschiedlich groß sein, wie Nüße erklärt: "Eine Portion ist immer so viel, wie in die eigene Handfläche passt." Bei den Kindern ist sie dementsprechend kleiner, vier Weintrauben passen in die Hand eines Jungen, bei der Pädagogin sind es acht.

Bereits zum vierten Mal ist der Arbeitskreis Neue Medien mit dem Workshop zur Ernährung im Familienzentrum. "Wir achten sehr auf gesunde Ernährung und möchten sie den Kindern vermitteln", sagt Gruppenleiterin Kerstin Teetz. So gibt es das ganze Jahr über abwechslungsreiches Mittagessen - und die Eltern werden darüber informiert, wie gesunde Frühstücksbrote geschmiert und belegt werden.

Bei der alljährlichen Projektwoche nehmen zwar nur die ältesten Kinder teil, doch auch die Kleinen sollen etwas davon haben, wie Teetz erklärt: "Aus dem Obst machen wir gemeinsam mit den Kindern einen Salat, und am Ende der Woche kochen wir aus dem Gemüse eine Suppe für alle."

(RP)