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Meerbusch: Gesamtschule: Pflegschaft lehnt Dependance ab

Meerbusch : Gesamtschule: Pflegschaft lehnt Dependance ab

Die Schulpflegschaft der Maria-Montessori-Gesamtschule in Büderich hat sich in einem Schreiben an die Mitglieder des Schulausschusses gegen eine Gesamtschul-Dependance ausgesprochen. Stattdessen rät sie zu einer unabhängigen zweiten Gesamtschule.

Heute nachmittag um 17 Uhr tritt der Schulausschuss im Verwaltungsgebäude am Dr.-Franz-Schütz-Platz in Büderich zusammen; auf der Tagesordnung steht auch die Entwicklung der weiterführenden Schulen in Meerbusch. Die Sitzung ist öffentlich, Bürger sind willkommen.

Wie unsere Zeitung berichtete, setzt sich die schwarz-grüne Ratsmehrheit für eine Dependance-Lösung der Gesamtschule ein. Sie könnte im Gebäude der Realschule Osterath eingerichtet werden.

Hintergrund: In der Vergangenheit musste die Gesamtschule jedes Jahr Dutzende Meerbuscher Schüler ablehnen, weil sie nicht genügend Plätze hatte. Die SPD hingegen fordert eine zweite Gesamtschule. Damit das genehmigt wird, muss die Stadt Meerbusch über einen Zeitraum von fünf Jahren den Bedarf von 100 Schülern nachweisen. Das aber hält die Stadtverwaltung für nicht realistisch. Die Sozialdemokraten wollen deshalb eine erneute Elternbefragung. Eine von der Verwaltung ins Auge gefasste Kooperation mit den Städten Kaarst und Korschenbroich war vor der Sommerpause geplatzt.

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In seinem Brief an die Schulpolitiker gibt der Pflegschaftsvorstand seiner Sorge Ausdruck, dass die Schul- und Betreuungsangebote an der aktuellen Gesamtschule deutlich eingeschränkt werden könnten. Schüler und Eltern sehen aber auch den Betrieb in der möglichen Dependance kritisch: "Wie soll in der Übergangszeit ein paralleler Schulbetrieb von Realschule und Gesamtschule in einem Gebäude bei ganz unterschiedlichen Konzeptionen (Stundenlänge, Pausenzeiten, Raumnutzung ...) funktionieren?", fragen sie in dem Schreiben. Könnten die in Meerbusch untergebrachten Asylbewerber zu neuen Schülerzahlen führen und so die zweite Gesamtschule wahrscheinlicher werden lassen? Die UWG-Fraktion hat dazu eine Anfrage an die Verwaltung gestellt.

(mrö)