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Meerbusch: Gentlemen-Einbrecher beschäftigen Polizei

Meerbusch : Gentlemen-Einbrecher beschäftigen Polizei

Dass Kriminelle sich vor Einbrüchen besonders "in Schale werfen", kennt man sonst nur als Kino-Klischee. In Meerbusch ist es jetzt tatsächlich passiert. Am Donnerstag verzeichnete die Polizei drei Einbrüche in Büderich und Bösinghoven. In zwei Fällen wurden die Täter beobachtet, die "zum Teil sehr elegant gekleidet waren", wie die Polizei betont.

Beim ersten Einbruch um 9.15 Uhr an der Straße Am Hannenhof in Bösinghoven wurde ein Mann beim Aufhebeln einer Terrassentüre beobachtet. Der Täter wurde durch die Wohnungsinhaberin gestört, die sich in der ersten Etage ihres Hauses befand. Der Einbrecher flüchtete ohne Beute. Das Alter des Unbekannten wird mit 30 bis 35 Jahre angegeben. Er hatte kurze schwarze Haare und war schwarz gekleidet. Er trug einen schwarzen Lederblouson und hatte sich eine schwarze Beuteltasche schräg über den Oberkörper gehangen. Die Zeugin beschreibt den Mann als gepflegte Erscheinung. Möglicherweise war derselbe Täter auch an einem Einbruch in Osterath beteiligt, der sich an der Straße Am Hoterhof zutrug. Dort wurden gegen 10.45 Uhr drei Männer beobachtet. Zunächst hebelten diese Terrassentüre auf und verschaffte sich so Zugang zu einem Einfamilienhaus. Gestohlen wurden Bargeld und Schmuck. Durch einen aufmerksamen Zeugen konnten die Personen bis zum Bahnhof in Osterath verfolgt werden, wo sich dann ihre Spur verliert. Alle drei Personen machten einen gepflegten Eindruck und waren adrett gekleidet. Einer trug einen blauen Anzug, die beiden anderen Jeanshosen und Jacketts. Die Männer waren circa 20 bis 25 Jahre alt und hatten schwarze Haare.

Ein weiterer Einbruch ereignete sich in den Abendstunden von 18.15 bis 20.45 Uhr. Dabei wurde in Büderich am Dülsweg in ein Einfamilienhaus eingebrochen. Zunächst schoben die Einbrecher eine Jalousie nach oben und schlugen dann ein Fensters ein. Angaben über mögliche Beutestücke konnten gestern noch nicht gemacht werden. In allen Fällen bittet die Kreispolizei um Hinweise. Beobachtungen nehmen die Beamten unter der Telefonnummer 02131-3000 entgegen.

(RP)