Meerbusch: "Fundsters": Internet-Plattform für Ideen

Meerbusch: "Fundsters": Internet-Plattform für Ideen

Ohne Bank oder finanzstarke Verwandte scheitern oft die besten Ideen. Die Firma Fundsters hat sich vorgenommen, dies zu ändern. Das Unternehmen aus Osterath ist ein Anbieter des sogenannten Crowdfunding. Bei diesem Modell werben Menschen im Internet um Unterstützer, die bereit sind, ein Projekt finanziell zu fördern. Das Prinzip lautet dabei "alles oder nichts": Kommen genug Förderer zusammen, wird das Vorhaben umgesetzt – wird die kritische Masse jedoch nicht erreicht, kommt es nicht zustande. Als Gegenleistung beteiligen die Initiatoren ihre Unterstützer – entweder mit ideellen Dingen oder mit Geld.

Ohne Bank oder finanzstarke Verwandte scheitern oft die besten Ideen. Die Firma Fundsters hat sich vorgenommen, dies zu ändern. Das Unternehmen aus Osterath ist ein Anbieter des sogenannten Crowdfunding. Bei diesem Modell werben Menschen im Internet um Unterstützer, die bereit sind, ein Projekt finanziell zu fördern. Das Prinzip lautet dabei "alles oder nichts": Kommen genug Förderer zusammen, wird das Vorhaben umgesetzt — wird die kritische Masse jedoch nicht erreicht, kommt es nicht zustande. Als Gegenleistung beteiligen die Initiatoren ihre Unterstützer — entweder mit ideellen Dingen oder mit Geld.

"Während Crowdfunding in den USA sehr groß ist, ist das Modell in Deutschland noch relativ unbekannt. Wir müssen noch viel erklären", sagt Markus Brütsch, Geschäftsführer von Fundsters. Seit November bietet das Unternehmen seine Plattform an. Sie richtet sich einerseits an Vereine und Privatpersonen, andererseits aber auch an Unternehmen. Für sie ist Fundsters interessant, da die Firma die einzige Plattform in Deutschland bietet, die Unternehmen mit Eigenkapital auch über 100 000 Euro ausstatten kann. Fundsters verdient jedoch nur dann, wenn Projekte auch umgesetzt werden. Dann wird die Firma mit neun Prozent (bei Investmentkampagnen) oder vier Prozent (bei sonstigen Kampagnen) an der Investitionssumme beteiligt. Zudem erhält Fundesters bei erfolgreichen Investitionen eine Gewinnbeteiligung von zehn Prozent.

In Deutschland schätzt Markus Brütsch, gibt es ein immenses Potenzial für dieses Angebot. Deutlich macht er das an dem Bezahldienst Paypal, der nach Unternehmensangeben in Deutschland von 16 Millionen Bürgern genutzt wird. "Das sind alles Menschen, die im Internet Geld ausgeben", sagt Brütsch. Sie seien mit den Modalitäten vertraut und somit mögliche Nutzer der Fundsters-Plattform. Interessant sei das Angebot für Menschen, die Projekte von Vereinen oder Unternehmen unterstützen wollen, die aus der eigenen Stadt oder Region kommen. Sie können sich per Mail benachrichtigen lassen, sobald eine Kampagne aus einem bestimmten Umkreis eingestellt wird.

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Welche Möglichkeiten das Modell bietet, lassen aktuell drei Kampagnen auf der Internetseite von Fundsters erahnen. Da gibt es zum Beispiel Mitglieder des SSV Ulm, die 1000 Euro für einen "Menschen-Kicker" sammeln. Und da ist das mittelständische Unternehmen aus Westfalen, das mit einer Summe von 50 000 Euro die eigene Expansion weiter vorantreiben möchte. An Ideen für neue Kampagnen mangelt es nach der Ansicht von Brütsch nicht: "Wenn ich einer Gruppe von Leuten von dem Prinzip erzähle, sagen gleich zehn von ihnen: "Mir fällt da auch etwas ein.'"

Die Idee zur Gründung von Fundsters ist nach einem Gespräch, mit Axel Baisch, dem ehemaligen Chef der Deutschen Oper am Rhein, und Andreas Pinkwart, ehemals Wissenschaftsminister in NRW, entstanden. Die Ausgangsfrage im Gespräch mit den heutigen Leitern der Leipziger Handelshochschule sei gewesen, wie jungen Gründern geholfen werden könne, besseren Zugang zur Finanzierung ihren Unternehmen zu erhalten. Das war 2011. Mittlerweile ist das Team bereits auf 13 Personen angewachsen. Und weitere werden für das neue Jahr gesucht.

(RP/ac)
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