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Für Tennisvereine in Meerbusch beginnt die Übergangssaison

Sport in Meerbusch : Tennis unter Corona-Bedingungen

Die Sommerrunde wird wegen der Corona-Krise eine „Übergangssaison“. Abstiege gibt es nicht. Der TV Osterath verzichtet auch deshalb auf seine drei Top-Spieler aus den Niederlanden. Einige Teams werden gar nicht antreten.

(cba) Trotz Corona starten die Tennisspieler am Wochenende in die neue Saison. Jedoch wird diese Sommerrunde anders sein. „Es fühlt sich nicht so an wie sonst. Die Vorfreude ist etwas gedämpft“, sagt Luis Elias, Trainer des TV Osterath. Zu stark seien die Beschränkungen. In der sogenannten Übergangssaison hat der Tennisverband Niederrhein (TVN) die Auf- und Abstiegsregelung angepasst, ein Abstieg droht in dieser Saison nicht.

In der Niederrheinliga haben mit dem MTV Kahlenberg sowie dem TV Bredeney zwei Herren-Teams vom möglichen Rückzug Gebrauch gemacht, daher haben die Osterather nur noch fünf statt sieben Begegnungen. Auch deshalb haben sie sich dazu entschieden, auf den Einsatz ihrer drei Top-Leute aus den Niederlanden (Tim van Terheijden, Paul Monteban, Kevin Boelhouwer) zu verzichten. „Die sportliche Qualität wird in diesem Jahr ohnehin nicht so hoch sein. Absteigen können wir auch nicht. Daher werden wir ausschließlich mit unseren einheimischen Spielern antreten“, kündigt Elias vor dem Auftaktmatch am 13. Juni (13 Uhr, Krähenacker) gegen den Gladbacher HTC II an.

An Position eins wird sein Sohn Patrick auflaufen, dahinter folgen Neuzugang Mark-Alexander Kepler, Elias Walter, Pascal Wilkat, Jan-Niklas Kühling, Simon Unger, Maximilian Schell, Johannes Hoch und Adrian Kranz. „Gerade an den vorderen Positionen wird es sehr schwer für uns, aber dafür sind wir in der Breite gut besetzt, so dass wir am Ende sicher eine ordentliche Platzierung erreichen werden“, meint Elias.

Wie im Corona-Alltag fast überall üblich, wird es auch bei den Medenspielen für alle Vereine einen hohen bürokratischen Aufwand geben. Alle Anwesenden auf der Tennisanlage müssen schriftlich erfasst werden, das gilt auch für die bis zu 100 erlaubten Zuschauer. Die Lockerungen der vergangenen Wochen machen aber auch wieder ein wenig Normalität möglich: Die Umkleiden und Duschen dürfen unter Auflagen wieder benutzt werden, auch das gemeinsame Essen der Mannschaften nach den Medenspielen ist, wenn der gastgebende Verein eine eigene Gastronomie hat, erlaubt.

Die Damen 55 von GWR Büderich hatten sich auch auf ihre Saison in der Niederrheinliga gefreut. Doch sechs der acht Teams haben zurückgezogen, damit wird die Liga nicht stattfinden. „Das ist sehr schade für uns“, sagt Kapitänin Annette Steller. Auch in anderen Ligen ist der Spielbetrieb eingeschränkt. In der Herren 30-Niederrheinliga haben vier der acht Teams beschlossen, nicht anzutreten, so dass die Herren 30 des TC Bovert erst Mitte August ins Wettkampfgeschehen eingreifen.