Meerbusch Fünf Kitas und die Rheinbahn streiken in Meerbusch
Meerbusch · Vor allem Eltern und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs waren gestern vom Warnstreik betroffen.

Streik bei der Rheinbahn in Düsseldorf
Der Warnstreik hat gestern auch Meerbusch getroffen: Insgesamt elf Gruppen der städtischen Kitas "Lummerland", "Fronhof", "Entdecker-Knirpse", "Tabaluga" und "Unterm Regenbogen" waren gestern geschlossen.
Teilweise wurden Notgruppen eingerichtet. Im Rahmen der Tarifauseinandersetzungen hatten die Gewerkschaften Komba/dbb dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Stattdessen fuhren laut Ulrich Mombartz, Personalratsvorsitzender der Stadt, rund 60 städtische Angestellte zur Kundgebung nach Bonn.
Auch bei der Rheinbahn wurde gestreikt, die Auswirkungen auf Meerbuscher Stadtgebiet hielten sich aber in Grenzen: Betroffen waren in Meerbusch die Busse der Linien SB 51 und 831. Die fuhren zwar im gewohnten Takt, allerdings nicht nach Fahrplan.
Savina Brandt aus Willich stieg gestern in Büderich auf dem Weg zum Berufskolleg in Neuss in den SB 51. Die 18-Jährige war froh, dass der Bus überhaupt kam. "Sonst käme ich hier gar nicht mehr weg", sagte sie. Schon zur Arbeit habe sie morgens gefahren werden müssen. "Auch vor Ostern war ich schon vom Streik betroffen, es dauert einfach alles länger." Eine Verspätung von etwa eineinhalb Stunden sei durch den Rheinbahn-Streik entstanden.
Bei Benedikt Schuster, der am Dr.-Franz-Schütz-Platz aus dem Bus stieg, lief es gestern besser: "Ich bin zum Sport gefahren und war überrascht, dass der Bus sogar pünktlich kam. Damit hätte ich heute gar nicht gerechnet."