Fridays for Future in Meerbusch: Demonstration für ein besseres Klima

Meerbusch : Meerbusch demonstriert für ein besseres Klima

Erstmalig gibt es auch in Meerbusch eine Demonstration gegen den vom Menschen verursachten Klimawandel.

Heute ruft die Bewegung #fridaysforfuture gemeinsam mit weiteren Organisationen zum weltweiten Klimastreik auf.

Auch in Meerbusch wollen Klimaschützer auf die Straße gehen: So findet zunächst ein Gottesdienst um 16 Uhr am Alten Kirchturm/Dorfstraße in Büderich statt. Thema: Bewahrung der Schöpfung. Um 17 Uhr versammeln sich alle Teilnehmer auf dem Dr.-Franz-Schütz-Platz, von dort setzt sich der  Demonstrationszug über Moerser- und Friedenstraße zurück zum Ausgangspunkt. Anschließend bleiben noch alle bis etwa 20 Uhr zusammen, um vor Ort über das Klima zu reden. Auf dem Platz gibt es außerdem einen „Markt der Möglichkeiten“ zum Klimaschutz.

Unter den Demonstranten ist auch die neue Superintendentin Barbara Schwahn vom Evangelischen Kirchenkreis Krefeld-Viersen. „Ich möchte alle einladen, dahin zu kommen“, sagt sie und unterstützt damit den Demonstrations-Aufruf. „Es war schon immer ein Anliegen der Kirche, sich für die Bewahrung der Schöpfung einzusetzen. Das können alle tun.“ So bekommen etwa die Mitarbeitenden des Kirchenkreises, die an einer Demonstration mittags in Krefeld oder Kempen teilnehmen, maximal eine Stunde für ihre Teilnahme an einer Klimaschutzveranstaltung geschenkt. Die Superintendentin  wird an den Veranstaltungen in  Meerbusch teilnehmen, ist erst beim Gottesdienst dabei und geht dann mit dem Demo-Zug durch den Ort.

Andrea Blaum, die für die Aktion „Parents for future“ spricht, aber auch Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ist, sagt: „ Wir werden in Meerbusch erstmals dafür demonstrieren, dass das Pariser Klima-Abkommen eingehalten wird und dass das Klima nicht weiter zerstört wird.“

Die Klimaschützer haben direkt konkrete Vorschläge, wie man auch in Meerbusch das Klima schützen kann. Zum Beispiel durch Beibehaltung der grünen Flächen zwischen den einzelnen Ortsteilen, indem man die Versiegelung stoppt, kein Ackerland zu Bauland umwidmet, natürliche Lebensräume bewahrt, alle gesunden Bäume schützt, den Öffentlichen Nahverkehr attraktiver macht, das Grundwasser schützt, mehr Biolandbau auf städtischen Pachtflächen  anlegt, den Lärmschutz intensiviert, keine Flüge nach 22 Uhr erlaubt und den Lkw-Verkehr durch die Ortsteile einschränkt.

(RP)
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