Meerbusch: Freier Blick über den historischen Klosterpark

Meerbusch : Freier Blick über den historischen Klosterpark

"Der Anblick bringt mich zum Staunen", sagt Jutta Tieves und schaut beeindruckt über das Areal von Haus Meer. Von der Nord- bis zur Südmauer ist der Blick frei. Jetzt sind die erhaltenden Maßnahmen von Landschaftspfleger Christian Aepfelbach (ArborCare) abgeschlossen und der Förderverein Haus Meer feierte gemeinsam mit Freunden und Förderern das gelungene Projekt.

"Das ist ein Identifikationspunkt für Meerbusch", sagt Dr. Herbert Jacobs, Vorsitzender des Fördervereins, und erntet regen Zuspruch. Auf rund 11 000 Quadratmetern rodete, pflegte und sanierte das Landschaftserhaltungsteam die Grünanlage — der Park besitzt nun ein strahlendes Gesicht. "Hier würde im Sommer wunderbar Kunst hinpassen", lobt auch Landtagsvizepräsident Oliver Keymis das Engagement. "Und im Winter vielleicht ein Eiscafé."

Sichtlich beeindruckt zeigt sich auch Umweltdezernentin Angelika Mielke-Westerlage der Stadt Meerbusch. "Es sieht toll aus." Rund 110 000 Euro hat der Förderverein in drei Jahren für den Park ausgegeben. 50 000 Euro kamen von der Stadt Meerbusch, 50 000 Euro von der Sparkasse Neuss und rund 10 000 Euro dank einer Einzelspenden. Nun ist der größte Teil des Parks begehbar.

"Wir werden wieder bis September unsere Führungen anbieten", kündigt Meerbuschs Denkmalpfleger Reinhard Lutum an. Mit Lutum und der Historikerin Rosemarie Vogelsang können Besucher den Park erkunden. Entstehung, Entwicklung, Erhaltung — die ganze Geschichte des Meerbuscher Kleinods wollen die Reiseführer bei ihren Parkspaziergängen abdecken. Auch das Thema "Vom Kleingarten zum großen Park" lassen die Naturfreunde in ihre Vorträge mit einfließen.

Nächster Termin ist Mittwoch, 26. Mai, von 14 bis 17 Uhr.

(RP)
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