Freie Künstler Meerbusch zeigen ihre Werke in der Teloy-Mühle

Ausstellung in der Teloy-Mühle in Lank : „Freie Künstler“ zeigen vielfältigen Kunst-Querschnitt

15 Künstler des Meerbuscher Vereins stellen in der Teloy-Mühle aus. Bis zum 15. September sind Malerei, Zeichnungen, Fotografien und Plastiken zu sehen.

Die Besucher der Jahresausstellung „Freie Künstler Meerbusch“ werden beim Betreten der Teloy-Mühle von kräftigen Blautönen empfangen. Marianne Pietsch, in Mettmann lebende Künstlerin, drückt ihre Vorliebe für klare Farben so aus: „Wichtig ist für mich, dass sie in Bezug zueinander stehen.“ Auf der anderen Seite des Mühlen-Eingangs vermittelt Ursula Ringes-Schages in dem Zyklus „Berge fließen – Flüsse tanzen“, dass Ultramarin ihre „favorisierte Farbe“ ist. Hier fallen die Blicke auch auf eines der zahlreich ausgestellten Objekte von Marita Mülders. „Die Schöne und das Biest“ nennt sie die Arbeit aus Naturstein mit eingeschmolzenem Zinn: „Die Natur inspiriert.“ Die 15 „Freien Künstler“ präsentieren sich gewohnt innovativ. Der Querschnitt zeigt unterschiedliche Ansätze – wie beispielsweise die Gouache-Bilder von Christa Schöppel. „Menschenfiguren in Situationen“ ist das Thema: „Ich habe immer mein Skizzenbuch dabei und kann daraus schöpfen.“ Gisa Rosa aber geht es „um die Sehnsucht des Menschen nach dem Paradies“. Sie greift die Frage nach den Wurzeln auf und bringt in Mischtechnik Wurzelgeflechte auf die Leinwand. In unmittelbarer Nähe der abstrakt wirkenden Bodenskulptur-Entwürfe des Plastikers Peter Giebel nimmt Lilo Jusczyk auf „Zeitreisen“ mit. Dazu nutzt sie ihre „gut erprobten Collagen“, bearbeitet sie und gelangt so zu der Darstellung verschiedener Orte in verschiedenen Zeiten, trifft unter anderem den „heimkehrenden Odysseus“ oder die munteren „Wüstensträuße“. An fremde Orte erinnert auch Uta Maaß-Schröder. Sie zeigt naturalistisch erstellte „malerische Ansichten aus aller Welt“, entnommen dem im nächsten Jahr gültigen Kalender, den sie seit mehr als 20 Jahren für den Girardet-Verlag gestaltet. Aber auch Buchstaben bereichern die Kunst. Mathilde C. Jaeger beweist es mit dem „Wortschatz“ bezeichneten Tafelbild, das im Spannungsverhältnis von Gegenständlichkeit und Abstraktion entstanden ist. Und sogar Bob Dylan spielt eine Rolle. Ines Neuburg hat seinen Song „Forever Young“ als Ausgangspunkt für eine Bildreihe genutzt. Sie erklärt: „Die Farbe Rot gilt als Energieträger, hält Lebensmut und -freude aufrecht.“ Freude aber hat Susana Völker auch daran, Farbe auf die Leinwand tropfen zu lassen und damit Licht und Schatten zu kreieren. Hildegard Zeunert schafft durch die Spiegelung eigener Fotografien neue Kunstwerke, Fred Landher zieht die Blicke mit farbigen „Fantasiemärchengebilden“ in Acryl auf sich und Thomas Fugmann nimmt den Betrachter mit ins „Kopfkino“: „Ich nutze Bilder, die in unserem inneren Auge erscheinen, für spontane Zeichnungen, um sie durch expressive Farbgebung zu komplementieren.“ Die Kunstvielfalt wird mit Arbeiten des 2015 verstorbenen Kunstvereinsgründer Philipp von Canstein abgerundet.

Bis 15. September, Dienstag bis Samstag 15-18 Uhr, sonntags 11-18 Uhr. Teloy-Mühle, Kemperallee 10.