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Freie Flächen auf Friedhöfen in Meerbusch sollen bepflanzt werden

Umwelt in Meerbusch : Städtische Friedhöfe sollen blühen

Auf freien Flächen sollen Wildblumen wachsen und Bienenstöcke aufgestellt werden. Verwaltung und Fraktionen unterstützen den Vorschlag der SPD Meerbusch.

Freie Flächen auf den Meerbuscher Friedhöfen sollen künftig blühen und so Insekten sowie Kleintieren Nahrung bieten. Dafür setzt sich die SPD Meerbusch ein. Die übrigen Fraktionen und die Verwaltung unterstützen die Forderung. Zunächst soll aber lediglich eine kleinere Modellwiese mit Wildblumen angelegt werden. In der nächsten Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Bauen (AKUB) am 1. September soll die Verwaltung dann ausführlich über die Möglichkeiten einer Bepflanzung informieren. Wenn die Politik zustimmt, wird der zuständige Fachbereich entsprechend Geld für den Haushalt 2022 berücksichtigen.

„Für uns sind Friedhöfe, auf denen Besucher ihrer Angehörigen gedenken, Orte des Lebens“, erklärt Dirk Banse (SPD) den Antrag seiner Fraktion. „Weil es immer mehr Urnengräber gibt, geht der Flächenbedarf zurück. Die nicht genutzten Flächen auf Friedhöfen sind ideale Standorte für Blumenwiesen. Nicht zuletzt bedeutet das auch weniger Arbeit durch weniger Mähen.“ Das bestätigt Michael Betsch, als Fachbereichsleiter Grünflächen für die städtischen Friedhöfe zuständig. „Derzeit werden die freien Wiesenflächen 14 bis 16 mal im Jahr gemäht.“ Grundsätzlich sei es denkbar, größere zusammenhängende Flächen auf Friedhöfen zu bepflanzen. Geeignet seien etwa jeweils zwei Flächen auf dem Lanker Friedhof an der Nierster Straße und auf dem Friedhof in Osterath sowie eine Fläche im neuen Teil des Büdericher Friedhofs. Alle Flächen könnten bei Bedarf leicht wieder zurück verwandelt werden. Betsch: „Aber einige Jahre sollten die Wildblumenwiesen schon bleiben, sonst lohnt der Aufwand nicht.“ Er betont, dass die Stadt auf einigen Friedhöfen bereits aktiv geworden ist. Auf dem Friedhof in Strümp beispielsweise gebe es schon eine Wiesenfläche, die lediglich einmal im Jahr gemäht wird. „Das bloße Durchwachsen sorgt aber nicht für eine ökologische Aufwertung – dafür ist schon mehr nötig“, erklärt Betsch. Allerdings könne diese Fläche leicht in eine Wildblumenwiese umgewandelt werden. Außerdem wurde in Strümp eine kleine Trockenmauer mit Wildstauden angelegt. Im Eingangsbereich des Friedhofs in Osterath wurde eine Fläche entsiegelt und ebenfalls mit Stauden bepflanzt.

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Weiterer Vorschlag aus der Politik: Imker sollen Bienenstöcke auf den Friedhöfen platzieren. In der Nachbarstadt Willich wird das bereits gemacht. „Was dort klappt, funktioniert in Meerbusch auch“, kommentierte Michael Betsch den Vorschlag. „Interessierte Imker können sich gerne bei uns in der Verwaltung melden“, so seine Aufforderung.