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Meerbusch: Freie Fahrt durch Büderich

Meerbusch : Freie Fahrt durch Büderich

Die über zwei Jahre und neun Monate andauernde Straßenbaustelle auf der L137 quer durch Büderich ist fertig. 3,8 Millionen Euro wurden verbaut. Stadt und Landesbetrieb Straßen.NRW sind zufrieden.

Es fing mit reichlich Ärger an. Als die Baustelle auf der Moerser Straße in Höhe Erlenweg und Römerstraße Ende September 2008 eingerichtet wurde, waren Rekordstaus im Berufsverkehr die Folge. 18 000 Autofahrer, die normalerweise täglich quer durch Büderich unterwegs sind, standen plötzlich vor einer Engstelle mit Baustellenampeln. Später klagten dann immer wieder Einzelhändler über Umsatzeinbußen als Folge der Arbeiten.

Seit gestern hat sich das Thema erledigt: Nach zwei Jahren und neun Monaten Bauzeit beseitigte Straßen.NRW die letzten Sperren. Für 3,4 Millionen Euro hat der Landesbetrieb eine 5,3 Kilometer lange, von Grund auf modernisierte Straße durch Büderich erstellt (die Stadt übernimmt davon circa 1,3 Millionen). "Das ist ein Bauwerk, bei dem Sie vor Baustellen die nächsten 20 bis 30 Jahre Ruhe haben werden", versicherte Dietmar Giesen von Straßen.NRW.

Verwaltung und Landesbetrieb zogen gestern eine sehr positive Bilanz: "Ich bin außerordentlich froh, dass die langwierige Maßnahme erfolgreich abgeschlossen ist. Es hat viele Verbesserungen gegeben", so Bürgermeister Dieter Spindler, der hinzufügte: "Es sieht jetzt gut aus im Inneren von Büderich". Die Stadt hat gestern Anwohnern und Einzelhändlern in einem Schreiben für ihr Verständnis gedankt.

Straßen.NRW-Projektleiter Giesen lobte die Zusammenarbeit mit der Kommune. Es sei gelungen, immer auch im Dialog mit den betroffenen Bürgern zu bleiben. Der Landesbetrieb hatte unter anderem wöchentliche Sprechstunden in einem Bürgerbüro angeboten.

Die Planer erwiesen sich als flexibel: Als der Bau des Vitalzentrums anstand, wurde der Sanierungsabschnitt Deutsches Eck/Poststraße kurzerhand vorgezogen, um die Bürger nicht zwei Mal durch eine Baustelle zu belasten. Auch der von der Politik geforderte Bau der Linksabbiegerspur (mit Ampel) in die Büdericher Allee wurde realisiert.

Die Ampel-Regelung während des ersten Bauabschnitts sei wegen fehlender Umleitungs-Routen nicht anders machbar gewesen, betont Giesen. Die Autofahrer hätten sich nach ersten Staus aber erstaunlich schnell darauf eingestellt. Bewährt habe sich die Praxis, die Arbeiten während der Weihnachtszeit zu stoppen. Dadurch sei die Bauzeit zwar verlängert, die Folgen für den Handel aber deutlich gemildert worden.

Wichtig sei, dass es keinen schweren Unfall gegeben habe. Neben der Fahrbahn wurden auch die Kanalisation saniert, neue Bäume gepflanzt, alte besser geschützt, der Radweg markiert und Parkbuchten baulich von der Fahrbahn abgetrennt.

Noch einige Arbeitsstunden sind am Samstag in Höhe Hildegundisallee fällig. Dort muss die zu glatte Fahrbahn etwas abgefräst werden.

(RP)