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Frau nach Wildunfall in Meerbusch verletzt

Frau weicht Wild aus und landet mit Auto im Graben : Autofahrerin verletzt nach Wildunfall

Von 162 Wildunfällen letztes Jahr im Kreis ereigneten sich allein 33 in Meerbusch. Falls einem ein Tier begegnet, rät die Polizei: Lenkrad gut festhalten und nicht unkontrolliert ausweichen.

(RP) Weil sie, nach eigenen Angaben, einem Wild ausweichen wollte, geriet eine 55-Jährige in einen Graben und verletzte sich. Die Meerbuscherin war am Montagabend gegen 21.40 Uhr, mit ihrem BMW auf der Langster Straße unterwegs. Um dem Tier auszuweichen, lenkte sie zunächst nach rechts, beschädigte einen Leitpfosten und ein Verkehrszeichen, verlor dann die Kontrolle über ihren Wagen und blieb anschließend links neben der Fahrbahn im Graben liegen. Rettungskräfte brachten die Frau in ein Krankenhaus. Das Fahrzeug wurde abgeschleppt.

Im Jahr 2018 verzeichnete die Polizei 162 sogenannte Wildunfälle im Rhein-Kreis Neuss, davon 33 im Stadtgebiet von Meerbusch. Wildunfälle werden im möglichen Ausmaß oft unterschätzt, so die Polizei. Ein 20 Kilogramm schweres Reh habe bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von fast einer halben Tonne. Kraftfahrer sollten sich dieser Gefahr bewusst sein, so die Unfallexperten. Lasse sich ein Zusammenprall mit dem Wild trotzdem nicht mehr vermeiden, raten Experten dazu, das Lenkrad gut festzuhalten und nicht unkontrolliert auszuweichen. Denn dann bestehe die Gefahr, dass man die Kontrolle über das Fahrzeug verliere und möglicherweise sich und entgegenkommende Verkehrsteilnehmer gefährde. Nach einem Zusammenprall sollte sich der Fahrzeugführer so verhalten, wie er es auch bei einem „normalen“ Unfall gelernt hat: Sofort die Warnblinkanlage einschalten, die Unfallstelle absichern und die Polizei verständigen. Was viele Autofahrer nicht wissen: Läuft ein verletztes Tier wieder in den Wald und der Unfall wird nicht gemeldet, kann dies neben einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auch den Straftatbestand der Verkehrsunfallflucht erfüllen. Wer ein überfahrenes Wildtier mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig.