Fragen und Antworten zur Europawahl in Meerbusch

Wahl am Sonntag : Fragen und Antworten zur Europawahl

Am Sonntag ist Europawahl. Wir haben Zahlen und Fakten rund um die Wahl in Meerbusch zusammengestellt.

Die Wahllokale öffnen am Sonntag wieder ihre Türen zur Europawahl. Seit 1979 findet die Wahl des Europäischen Parlamentes alle fünf Jahre statt, zuletzt 2014. In Meerbusch sind bei dieser Wahl 41.500 Personen wahlberechtigt. Etwa 8500 Briefwahlunterlagen wurden beantragt. Für alle Meerbuscher, die den klassischen Weg zur Wahlurne vorziehen, sind hier die wichtigsten Infos zur Wahl am Sonntag.

Wo wird gewählt?
In Meerbusch gibt es 24 Wahlbezirke und insgesamt 27 Wahllokale, da es in einigen Wahlbezirken jeweils zwei Lokale gibt. In der Wahlbenachrichtigung sind Wahlbezirk und Wahlraum angegeben, zu dem die Wahlberechtigten am Sonntag gehen müssen. Auf www.meerbusch.de unter „Wahllokalauskunft“ können Interessierte das zutreffende Lokal für die Wohnungsanschrift ermitteln.

Wie viel Zeit ist zum Wählen?
Ums Ausschlafen muss sich am Sonntag niemand Sorgen machen. Sämtliche Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Unmittelbar nach dem Schließen der Wahllokale wird das Wahlergebnis ermittelt. Die „klassische Zeit“, in der viele Bürger die Lokale aufsuchen, sei immer noch vor und nach dem Gottesdienst, sagt Wahltamtsleiter Holger Reiths. „Erfahrungsgemäß kommen viele Menschen zu den Randzeiten. Also zwischen 9 und 11 und von 15 bis 17 Uhr.“

An was ist zu denken?
Auf keinen Fall vergessen sollten die Wähler auf dem Weg zum Wahllokal ihre Wahlbenachrichtigung und einen amtlichen Personalausweis. Unionsbürger bringen einen gültigen Identitätsausweis oder Reisepass mit. Schreibstifte gibt es vor Ort, sie dürfen aber auch mitgebracht werden. Nachdem das Kreuzchen gesetzt wurde, falten die Wähler den Stimmzettel und werfen ihn in die Wahlurne. Einen Umschlag gibt es nicht. Jeder Wähler hat eine Stimme.

Dürfen Kinder mit in die Wahlkabine?
Das Wahlgeheimnis muss gewahrt bleiben. Deshalb darf sich grundsätzlich nur eine Person in der Wahlkabine befinden. Ausnahmen gelten nur für Personen, die wegen einer körperlichen Einschränkung Hilfe beim Wählen benötigen. Laut Bundeswahlleiter spreche aber nichts dagegen, Kleinstkinder mit in die Kabine zu nehmen, solange dadurch „der ordnungsgemäße Verlauf der Wahl nicht gestört“ wird.

Sind Selfies in der Wahlkabine erlaubt?
Was sie gerade machen, teilen viele Menschen gerne über die Sozialen Medien. In der Wahlkabine müssen die Wähler aber aufs Fotografieren und Filmen verzichten – das ist nicht erlaubt und dient dem Schutz des Wahlgeheimnisses. Außerhalb der Kabine können die Wahlhelfer Bildaufzeichnungen auch unterbinden.

Was tun bei plötzlicher Krankheit?
Wer am Sonntag aus gesundheitlichen Gründen nicht zu einem Wahllokal gehen kann, hat die Möglichkeit, noch Briefwahl zu beantragen. Allerdings muss er dafür bis spätestens 15 Uhr ein ärztliches Attest einreichen. Die Wahlunterlagen müssen dennoch bis spätestens 18 Uhr eingereicht werden.

Briefwahlunterlagen noch nicht abgegeben – was nun?
Die Briefkästen an städtischen Gebäuden werden am Europawahl-Sonntag um 14 Uhr ein letztes Mal geleert, gibt das Wahlamt der Stadt Meerbusch bekannt. „Auf den allerletzten Drücker“ können Briefwähler am Sonntag notfalls noch bis 18 Uhr im Briefwahlzentrum im Mataré-Gymnasium an der Niederdonker Straße 32 in Büderich ihren roten Wahlbrief abgeben.

Sind die Auszählungen öffentlich?
Jeder, der möchte, darf beim Auszählen der Stimmen im Wahlbezirk dabei sein. Natürlich dürfen die Zuschauer dabei nicht stören. Die ersten Wahlergebnisse werden veröffentlicht, wenn am Sonntagabend die Wahllokale im letzten Mitgliedsland geschlossen werden.

Welche Wahlbeteiligung wird erwartet?

Bislang hat das Wahlamt an der Wittenberger Straße knapp 8500 Meerbuscher Briefwähler registriert. Das sind schon jetzt rund 1300 mehr als vor fünf Jahren. Wahlamtsleiter Holger Reith rechnet mit einer „insgesamt guten Europawahlbeteiligung“. Bei der Europwahl 2014 haben in Meerbusch 58,78 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Damals fand allerdings zeitgleich die Kommunalwahl statt.

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