Verletzter Kamerad Feuerwehr probt den Ernstfall

Meerbusch · Der Löschzug Osterath hat in einer Praxisübung eine der schlimmsten Situationen im Einsatz geübt: Ein Kamerad ist verletzt und muss in einem verrauchten Gebäude zunächst behandelt und dann in Sicherheit gebracht werden. Solche Testläufe schaffen eine Routine für den Ernstfall.

 Der Löschzug Osterath übte die Bergung eines verletzten Feuerwehrmannes.

Der Löschzug Osterath übte die Bergung eines verletzten Feuerwehrmannes.

Foto: Feuerwehr Meerbusch

Die Frauen und Männer der Feuerwehr bringen sich bei ihrer Arbeit häufig in Gefahr, um andere zu retten. Damit es nicht zu tragischen Unfällen kommt, stehen immer auch Kameraden bereit, um im Zweifelsfall zu helfen. Diesen Ernstfall hat nun der Löschzug Osterath im Gerätehaus geprobt.

In einer Übung wurde von den im Haus befindlichen Einheiten ein „Mayday, Mayday, Tupp in Notlage“ abgesetzt. Ein gemäß dem Szenario nicht mehr gehfähiger Feuerwehrmann in einem verrauchten und verwüsteten Gebäude musste gerettet werden, dafür kamen die draußen bereitstehenden Kameraden zum Einsatz, die unter Atemschutz vordrangen und sich durch Rauch und diverse Hindernisse zum verletzten Feuerwehrmann kämpfen mussten. Dieser wurde zunächst erstversorgt, da er sich aber nicht aus eigener Kraft in Sicherheit bringen konnte, wurde ein zweiter Eingreiftrupp mit einer Spezialtrage ins Gebäude geschickt, um ihn ins Freie zu tragen.

Bei einem solchen Einsatz muss unter schlechten Sichtbedingungen die Arbeit schnell und routiniert erledigt werden, zugleich darf die Feuerwehr den eigentlichen Brand nicht vernachlässigen. „Eine durchaus angespannte Situation“, so Übungsleiter Florian Jaeschke. „Die vorgehenden Trupps müssen viele Faktoren beachten, neben der Rettung ihrer Kameraden gilt es, sich vor den Flammen zu schützen - da muss die Arbeit Hand in Hand laufen.“ Solche Unfälle sind sehr selten, doch für die Feuerwehrleute ist es wichtig, im Fall der Fälle Routine zu haben, denn die nötigen Handgriffe zu kennen, kann dafür sorgen, dass die Beteiligten in einer Notsituation die Ruhe bewahren. Auch für die Angreiftrupps im Gebäude ist es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass die Kameraden draußen bereitstehen und wissen, was im Ernstfall zu tun ist.

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