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Meerbusch: Feldzug für Trends und Talente

Meerbusch : Feldzug für Trends und Talente

Der Boverter Musiker, Clubbesitzer und Plattenboss Henry Storch hat alle Hände voll zu tun. Der Meerbuscher ist seit Jahren voll im Geschäft und hat ein feines Näschen für Trends und Talente. Erinnert sei nur an das Frank-Popp-Ensemble, das mit seinem Hit "Hip Teens Don't Wear Blue Jeans" in der Coca-Cola-Werbung und den Charts für Furore sorgte. Am 20. April steht die nächste Veröffentlichung auf dem Label Unique Records an, das Storch mit seinem Kollegen Tino Stoschek vor mehr als 20 Jahren gegründet hat: Der Sampler hat den Titel "Baltic Soul Weekender Vol.

5" und ist eine Auswahl von Songs und Künstlern, die unter anderem vom 27. bis 29. April bei Deutschlands wohl einzigem Soul-Festival am Weissenhäuser Strand an der Ostsee auftreten wollen. Einen Monat später startet die Düsseldorfer Jazz Rally. "Da sind einige unserer Acts am Start", kündigt der 43-Jährige an. Zuvor gastiert Storch am 31. März in seinem Club The Blue Note an der Kurzestraße 13 in der Landeshauptstadt und legt zur Pre- und Aftershow Platten der Genres Northern & Crossover Soul, Deep Funk sowie Break & Beats auf.

Mit seiner Performance hofiert der Meerbuscher als Gastgeber den Auftritt der englischen Soulgröße Laura Vane aus Brighton, die live die beeindruckende Qualität ihrer Stimme unter Beweis stellen möchte. Im Blue Note gibt es keine Musik vom PC, es werden ausschließlich Vinyls aufgelegt. Etwa 200 Leute passen in den mit den alten Möbeln aus dem "Unique" in der Altstadt bestückten Kellerraum. Obwohl der Club an der Kurzen Straße die musikalische Tradition vom "Unique" aufgreift, weiß Storch, dass Vergangenes ruhen muss.

"Das Unique hat in seinen elf Jahren einer bestimmten Generation als Wohnzimmer gedient", sagt er ohne Nostalgie. Beharrlich im Blick behält der Boverter die auf Unique Records erschienene neue Platte "Scratch My Itch" der Soulsnatchers, die erst seit wenigen Wochen in den Regalen der Läden steht. Um den Gaststar Jimi Bellmartin gruppiert sich das niederländische Oktett mit Sänger Curtis T. und dem Organisten Govert Vanderkolm. Die Band spielt Soul mit Wurzeln in den 60er- und 70er Jahren – mit gefährlich knurrender Hammond-Orgel und klangvoller Gitarre.

(RP)