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Serie Areal Böhler: Familienbetrieb, bei dem auch die Hunde mit dürfen

Serie Areal Böhler : Familienbetrieb, bei dem auch die Hunde mit dürfen

Es zischt und dröhnt, es ist warm und es riecht nach Farbe – aber Bobby stört das nicht. Der Mischlingsrüde trottet langsam neben seinem Herrchen Mario her und bleibt an der großen Druckmaschine brav stehen.

Es zischt und dröhnt, es ist warm und es riecht nach Farbe — aber Bobby stört das nicht. Der Mischlingsrüde trottet langsam neben seinem Herrchen Mario her und bleibt an der großen Druckmaschine brav stehen.

Auch Luna und Balu fühlen sich bei FD Textil wohl. Vor allem, weil sie ihre„Frauchen“ so immer um sich haben. Foto: Doliwa

Bobby kennt den Geruch und Lärm, er weiß genau wo er hin darf und wo er besser nicht hintrottet. Denn der Rüde kommt schon seit Jahren in die Verkaufs- und Produktionshallen von FD Textil auf dem Böhler Areal.

"Unsere Familie hatte immer Hunde, und hier auf dem Areal bietet es sich an, die Tiere auch mal mit zur Arbeit zu bringen", sagt Daniela Doliwa. Gemeinsam mit ihrem Bruder Enrico, ihrer Schwester Claudia und deren Mann Mario führt sie das elterliche Geschäft fort. Hätten sie nicht die Möglichkeit, die Hunde in den Hallen und auf der großen Wiese hinter dem Gebäude laufen zu lassen, müssten die Tiere Tag für Tag allein zu Hause bleiben. "Das würde gar nicht gehen. Daher sind wir froh, dass sich die Bedingungen auf dem Areal auch für Hunde eignen", sagt Doliwa. Ihre T-Shirt-Druckerei hat die Familie bereits seit 1997 auf dem Gelände des alten Stahlwerks. "Wir bekamen immer mehr Aufträge und mussten immer mehr Waren erst lagern und dann verschicken. Also brauchten wir eine größere Halle als die alte in Düsseldorf", sagt die 39-Jährige, die für das Marketing des Betriebes verantwortlich ist.

Seitdem bedrucken und besticken sie maschinell T-Shirts für Unternehmen wie Metro, Mazda oder Kaisers-Tengelmann. Aber auch große Vereine wie Fortuna Düsseldorf oder Schalke 04 sind oder waren schon Kunden bei FD Textil. "Wer einmal zu uns gekommen ist, kommt immer wieder", sagt Doliwa stolz. Inzwischen sei die Arbeit so viel geworden, dass sie zwölf Mitarbeiter brauchen, um das Pensum zu schaffen — rund 30 000 Shirts verlassen jeden Monat neu bedruckt den Betrieb.

Dass Bobby, Luna und Balu stets bei der Arbeit dabei sind, störe weder die Mitarbeiter noch die Kunden. "Die Hunde beschäftigen sich meist selbst oder liegen im Korb. Und mit den Waren kommen sie gar nicht in Kontakt", sagt Doliwa. Und wenn doch mal einer von ihnen weglaufen sollte, weiß sie, dass die Kollegen aus den anderen Betrieben auf dem Areal sofort bei der Suche helfen würden: "Denn einmal hat sich ein Hund auf das Gelände verirrt, der aussah wie unserer. Da haben sofort Leute von anderen Firmen angerufen, um uns Bescheid zu geben. Mit Hilfe des Pförtners, der den Hund durch die Überwachungskameras immer wiederfinden konnte, haben wir alle zusammen den Hund dann wieder eingefangen."

(rent)