Meerbusch: Fachkräfte sind im Rhein-Kreis rar

Meerbusch : Fachkräfte sind im Rhein-Kreis rar

Arbeitsagentur setzt auf Qualifizierung in Metall- und Elektroberufen.

Der Fachkräftebedarf bleibt im gesamten Rhein-Kreis Neuss weiterhin hoch. Das geht aus dem aktuellen Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit für April 2018 hervor. Um diesen zu decken, setzt die Agentur unter anderem auf eine ganze Palette von Qualifizierungsmöglichkeiten. Diese reichen von der professionellen Erstellung von Bewerbungsunterlagen bis zur kompletten Umschulung.

"Wir werden auch verstärkt Qualifizierungen im Bereich der Berufe anbieten, die von der Digitalisierung besonders getroffen sind. So machen wir Menschen, die arbeitslos geworden sind, fit für die Zukunft", betont Angela Schoofs, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mönchengladbach. Unterstützt werde dies durch das Ergebnis des Branchendialogs der Metall- und Elektroindustrie, der am 16. April im Borussia Park Mönchengladbach stattfand. Der Einladung vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein Westfalen und der Agentur für Arbeit waren rund 100 Unternehmen gefolgt. Dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter bei den Veränderungsprozessen mitnehmen müssen, verstärkt duale Ausbildung und Qualifizierungsmöglichkeiten anbieten sollten, war ebenfalls ein Ergebnis des Branchendialogs, bei dem Minister Karl-Josef Laumann zu Gast war.

Im Vergleich zu März verzeichnete die Arbeitsagentur weniger Menschen ohne Job. Im April waren 27.174 Frauen und Männer in Mönchengladbach und im Rhein-Kreis Neuss arbeitslos gemeldet. Das sind 453 Menschen weniger als im März, allerdings 167 mehr als im Vergleichsmonat 2017.

Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk lag im April bei 7,2 Prozent. Die Stadt Meerbusch steht mit 1277 Arbeitslosen im April allerdings schlechter da als im April 2017 (1264). 555 Menschen bezogen Arbeitslosengeld II (Hartz IV), auch das sind mehr als im Vorjahres-Vergleichsmonat (512).

Schulabgänger jeder Schulform weist die Agentur ausdrücklich darauf hin, sich jetzt mit der beruflichen Zukunft zu beschäftigen. Hilfestellung bietet die Berufsberatung der Agentur für Arbeit. Dort können sich Bewerber informieren und unter anderem einen Bewerbungsmappen-Check durchführen lassen. Für das Jahr 2018 sind auch noch freie Ausbildungsplätze zu vergeben. Auch ohne Termin steht die Berufsberatung im Berufsinformationszentrum (BIZ) zu den üblichen Öffnungszeiten zur Verfügung.

Über die Agentur für Arbeit im Rhein-Kreis Neuss suchten bisher 2581 Bewerber einen Ausbildungsplatz - 184 weniger als im Vorjahr. Unternehmen, die noch eine freie Lehrstelle anzubieten haben, sollten sich unter Telefon 0800 4555520 melden.

(RP)