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Meerbusch: Extremsport für guten Zweck

Meerbusch : Extremsport für guten Zweck

Der Büdericher Philip Mes startet am Freitag zu einer Bergtour in die Schweiz. 7000 Höhenmeter will er überwinden. Dabei sammelt er für die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft.

Philip Mes strahlt Zuversicht aus. Er sei körperlich wie mental in bester Verfassung und hoffe, bei seinem zweiten Anlauf den Ultra Trail Verbier in rund 24 Stunden zu schaffen. Morgen um fünf Uhr geht der Büdericher mit 300 Lauf-Enthusiasten aus aller Welt auf die 110 Kilometer lange Strecke von Verbier nach St. Bernard, bei der es rund 7000 Höhenmeter zu überwinden gilt.

Seinen ersten Versuch im vergangenen Jahr musste der 34-jährige Extremsportler und Fitness-Trainer wegen eines Unwetters mit Gewitter und Hagelkörnern im Golfball-Format nach rund 70 Kilometern aufgeben.

Dennoch konnte er rund 1500 Euro als Spende an die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, die er mit seiner Extremsport-Leidenschaft unterstützen will, überweisen. Die Diagnose Multiple Sklerose bei einem Freund veranlasste den studierten Grafik-Designer, der sich jedoch zum Fitness-Trainer ausbilden ließ, weil längst der Sport zum Lebenselixir geworden war, sich näher mit der Krankheit zu befassen.

"Warum sollte ich meine Leidenschaft für Extremsport nicht mit der Unterstützung der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft verbinden und so einen Beitrag für deren Engagement hinsichtlich Forschung, Unterstützung der Familien und Aufklärungsarbeit leisten", sagt Philip Mes.

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Alma Sports Oberkassel, wo er als Personal Trainer tätig ist, fungiert zudem als Sponsor. Neben seinem "normalen" Trainingspensum als Leiter mehrerer Laufgruppen hat er sich einen speziell auf die Herausforderungen eines "Bergrennens" zugeschnittenen Trainingsplan erarbeitet.

Er ist in Hochhäusern die Treppen hoch gelaufen, mal auf Tempo, mal zwei Stufen auf einmal nehmend, ist querfeldein durch den Grafenberger Wald gehetzt, ist über Sand und Kribben am Rhein gelaufen, um Gefühl für den losen Untergrund zu bekommen, und hat nachts im Meerbuscher Wald das Laufen im Dunkeln trainiert.

"Was immer wieder unterschätzt wird, ist die muskuläre Beanspruchung und die daraus resultierende Anstrengung beim Bergab-Laufen", erklärt Mes. Zumal wenn noch ein Rucksack mit knapp sechs Kilo Gewicht drückt. In dem Rucksack befindet sich ein Flüssigkeitsvorrat von bis zu zwei Litern, textiler Regen- und Wärmeschutz sowie zwei Stirnleuchten mit jeweils einem Satz Batterien. Natürlich darf auch die Kamera nicht fehlen.

Mes sieht nicht nur die körperliche Herausforderung. "Zwei bis drei Kilometer nach dem Start geht es bereits in die Berge, man erlebt den Sonnenaufgang in seiner schönsten Form und nimmt das Naturerlebnis gleichsam mit dem Körper auf", begeistert sich Mes. Mit einem weiteren Teilnehmer aus Remscheid, den er im vergangenen Jahr beim Trial kennengelernt hat, startet er heute um sechs Uhr Richtung Schweiz. Der Lauf kann über www.PhilipMes.de verfolgt werden.

(RP)