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Meerbusch: Erstmals Late-Night-Shopping in Meerbusch

Meerbusch : Erstmals Late-Night-Shopping in Meerbusch

Morgen Abend öffnen erstmals zahlreiche Einzelhändler ihre Geschäfte bis 22 Uhr. Die Aktion findet im Rahmen des "Heimat shoppen" statt. Viele Händler wollen mit besonderen Angeboten Kunden locken

Premiere in Meerbusch: Erstmals in der Geschichte der Stadt kann morgen bis zum späten Abend an allen großen Einkaufsstraßen in den drei Stadtteilen Büderich, Osterath und Lank-Latum eingekauft werden. Mehr als 50 Einzelhändler öffnen ihre Geschäfte bis 22 Uhr - und haben sich zahlreiche Überraschungen für die Kunden ausgedacht. Da wirbt eine Buchhandlung in Osterath während der Happy Hour mit bis zu 50 Prozent Rabatt, Bekleidungsgeschäfte bieten Modenschauen an, eine Apotheke in Büderich gar eine LED-Hautanalyse, andernorts wird gegrillt, in vielen Geschäften dürfen sich die Kunden auf ein Glas Wein freuen.

Zum Late-Night-Shopping laden Meerbuschs Einzelhändler im Rahmen der "Heimat shoppen"-Tage am 11. und 12. September. Die Aktion, im vergangenen Jahr von den Werbegemeinschaften und der Industrie- und Handelskammer ersonnen, soll die Kunden auf die Vorteile des Einkaufens im eigenen Ort hinweisen. "Der inhabergeführte, stationäre Einzelhandel hat eine wichtige Funktion für das gesellschaftliche Zusammenleben vor Ort", sagt Heinz Schmidt, Präsident der IHK Mittlerer Niederrhein. "Unter dem Motto ,Heimat shoppen' möchten wir die Bürger dafür sensibilisieren. Sie tragen nämlich mit ihrem Einkauf vor Ort zu ihrer eigenen Lebensqualität bei." Jeder Euro, der im Heimatort ausgegeben werde, komme der Gemeinde und damit den dort lebenden Bürgern zugute. Meerbusch hat traditionell einen hohen Kaufkraftabfluss. Mehr als die Hälfte der durchschnittlich 8222 Euro, die jeder Meerbuscher pro Jahr zum Einkaufen zur Verfügung hat, wird außerhalb Meerbuschs ausgegeben.

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Die Stadt Meerbusch unterstützt die beiden "Heimat shoppen"-Tage: Sie installierte Werbeplakate in Bushaltestellen und große Banner über Hauptverkehrsstraßen. "Die Resonanz der Geschäftsleute ist sehr groß", sagte Alexandra Schellhorn vom Stadtmarketing. Selbst gestern meldeten sich Einzelhändler bei der ihr, um sich noch zu beteiligen.

Längst zieht das "Heimat shoppen" weite Kreise. Während es im Vorjahr nur im Kammerbezirk der IHK Mittlerer Niederrhein Aktionstage gab, sind in diesem Jahr rund 120 Städte in ganz Nordrhein-Westfalen dabei, berichtet Christin Worbs, Expertin für Unternehmensförderung bei der IHK. "Inzwischen verzeichnen wir auch Anfragen aus anderen Bundesländern, die sich für diese Aktion interessieren." Die Idee dazu brachte IHK-Geschäftsführer André Haack aus den USA mit. Dort gibt's den "Small Business Saturday", durch den nach Thanksgiving kleinere Geschäfte vor Ort unterstützt werden sollen.

(mrö)