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Erfolgreiche Tennisspielerin Reinhilde Adams aus Meerbusch

Tennis in Meerbusch : Nächste Medaille für Reinhilde Adams?

Die 69-jährige Senioren-Tennisspielerin aus Lank-Latum tritt ab Donnerstag bei der Weltmeisterschaft auf Mallorca für Deutschland an. Die Chancen auf den Gewinn einer Medaille sind gut. Zuletzt gewann Adams sieben Turniere.

Ihre größten Träume hat sich Reinhilde Adams bereits erfüllt. Vor drei Jahren sicherte sich die Lank-Latumerin bei der Tennis-Weltmeisterschaft der „Super Seniors“ im kroatischen Umag die Goldmedaille im Damen-Doppel (Altersklasse Ü65). Ein Jahr später holte sie bei der WM an gleicher Stelle erst mit der deutschen Nationalmannschaft Silber und dann im Einzel-Wettbewerb Bronze – damit war der Medaillensatz komplett. „Das hat mir viel bedeutet, denn in den Jahren zuvor war ich schon öfter knapp daran vorbeigeschrammt“, sagt Adams.

Nachdem im Vorjahr die Titelkämpfe wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten, steht ab Donnerstag, 7. Oktober, die neue Auflage auf dem Programm. Auf Mallorca werden die besten Senioren-Tennisspieler gekürt – und auch wenn Adams bereits mit Gold, Silber und Bronze dekoriert ist, ist sie nach wie vor äußerst ambitioniert. „In einem der vier Wettbewerbe springt hoffentlich erneut eine Medaille heraus“, sagt die 69-Jährige, die im November ihren 70. Geburtstag feiert und somit bei der WM erstmals in der Altersklasse Ü70 antreten darf.

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In der ersten Wettkampfwoche kämpft sie gemeinsam mit der deutschen Auswahl um den Titel, in der Woche darauf ist sie im Einzel, Doppel und Mixed am Start. Reichlich Selbstvertrauen hat Adams in den vergangenen Monaten getankt. Seit Ende Juli trat sie bei sieben verschiedenen Turnieren an – und alle sieben entschied sie für sich. Auf der ITF-Tour war sie in Amsterdam, Weil im Schönbuch, Hinterzarten und Leverkusen erfolgreich, auf nationaler Ebene gewann sie in Dinslaken, Hilden und Ratingen. „Ich hoffe, dass ich meine Topform nicht schon zu früh in der Saison erreicht habe, und ich mich bei der WM ähnlich gut präsentieren kann“, sagt Adams, die froh ist, nach der monatelangen Corona-Zwangspause wieder ihrem liebsten Hobby nachgehen zu können. „Ich bin sehr dankbar, dass wir wieder spielen dürfen. Nach der langen Zeit der Entbehrung macht es mir wieder besonders viel Spaß.“

In der Weltrangliste, die wegen der Pandemie derzeit ausgesetzt ist, steht sie gemeinsam mit ihrer deutschen Teamkollegin Heidi Eisterlehner auf Rang zwei. Da beide punktgleich sind, ist noch offen, welche der beiden Spielerinnen die DTB-Auswahl als Nummer eins anführen wird.

Doch, ganz egal, ob sie an Position eins oder zwei spielt, die Chancen, weit zu kommen, stehen für die deutsche Mannschaft gut, weil die Konkurrenz aus Australien und Neuseeland pandemie-bedingt nicht an der WM teilnehmen und die USA ebenfalls nicht in Topbesetzung antreten werden. Als großen Favoriten auf den Titel schätzt Adams Frankreich ein, doch auch die Deutschen wollen ein Wörtchen mitsprechen. „Es wäre schön, wenn wir mindestens das Halbfinale erreichen. Alles Weitere wäre ein Zubrot“, sagt Adams, die erst im Alter von 33 Jahren mit dem Tennisspielen begonnen hatte. Ihre große Stärke ist die Kondition, Adams gehört zu den fittesten Spielerinnen, kann damit oft noch im dritten Satz, die Matches zu ihren Gunsten entscheiden. Zudem raubt sie ihren Gegnerinnen mit ihrer unorthodoxen Spielweise die Nerven. „Ich bevorzuge die klassische Variante, spiele wenig Topspin und streue dafür gerne Slice ein, vor allem gerne als Stopp“, so Adams.