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Eisdiele Schleckeria in Meerbusch macht zu - das sind die Gründe

Inhaberin verlässt Meerbusch : Büdericher Eisdiele Schleckeria sucht Nachfolger

Ricarda Grubert sucht für ihre Eisdiele Schleckeria in Büderich einen Nachfolger. Dass sie ihr Geschäft bereits nach eineinhalb Jahren wieder aufgibt, hat jedoch nichts mit der Corona-Krise zu tun, sondern einen persönlichen Grund.

Nach nur eineinhalb Jahren gibt Ricarda Grubert ihre Eisdiele Schleckeria in Büderich wieder auf. Dass sich die Meerbuscherin von ihrem Herzensprojekt am Römereck trennt, hat jedoch nichts mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie zu tun, sondern liegt an der Liebe.

22 Jahre war Ricarda Grubert, als sie ihren Meister im Bäckerhandwerk absolvierte. Statt zu studieren, wie es viele ihrer Mitschüler taten, wollte die Meerbuscherin nach ihrem Abitur lieber Brötchen backen – und das mit Erfolg, ihren Meister schloss sie als Jahrgangsbeste ab. Mit der Eisdiele Schleckeria war dann Ende 2018 auch endlich der passende Ort gefunden, um sich selbstständig zu machen. Seit Beginn des vergangenen Jahres bietet sie dort kreative Eissorten und Kuchen aus eigener Herstellung an. Doch jetzt will sie bereits wieder ihre Zelte abbrechen. Ein Schritt, der der jungen Unternehmerin nicht leicht gefallen ist. „Es ist ein Herzensprojekt, das ist schwer aufzugeben.“ Doch ihr Abschied hat nichts mit schlechten Bilanzen oder der Corona-Krise zu tun: Die Meerbuscherin zieht zusammen mit ihrem Partner nach Köln. Deshalb blicke sie sowohl mit einem lachenden als auch weinenden Auge auf ihren Abschied. Ein Pendeln zwischen den beiden Städten komme für sie dauerhaft nicht infrage, deshalb die Aufgabe ihres Unternehmens.

Ihre Kunden haben die Nachricht mit Bedauern aufgenommen. Viele Gäste hätten ihr bereits gesagt, dass sie ihr Geschäft vermissen werden und auch bei Facebook äußerten sich bereits viele Nutzer wehmütig. Doch Gruberts Umzug nach Köln soll nicht das Aus der Schleckeria bedeuten. Die Inhaberin will so lange weitermachen, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden ist, der den Betrieb übernimmt und im besten Fall als Eisdiele weiterführt. Nicht zuletzt damit Ricarda Grubert auch einen Abnehmer für ihre Einrichtung sowie die Geräte findet, die sie allesamt neu angeschafft hatte. Ob sich trotz der Corona-Unsicherheiten jemand findet? Da macht sich Ricarda Grubert wenig Sorgen. Es hätten sich bereits einige Interessenten gemeldet, erzählt sie. Nun wolle sie in Ruhe schauen, wer ihr Nachfolger werden könnte.

Wie ihre Zukunft in Köln aussieht, weiß sie dagegen noch nicht. Ob sie vielleicht wieder eine Eisdiele eröffnet? Möglich wäre es. Und Abnehmer gäbe es in der Domstadt sicher zu Genüge.