Meerbusch: Eine Meerbuscher Expertin für Wasser

Meerbusch : Eine Meerbuscher Expertin für Wasser

Beate Blumenkamp (52) hat ein Wörtbuch rund um die Hydrologie veröffentlicht, um internationale Fachdiskussionen zu vereinfachen.

Beate Blumenkamp ist studierte Diplom-Biologin und Chemikerin. In ihrem Berufsleben als Anlagenbauerin für Wasserwerke ist sie viel auf der Welt herum gereist. Dabei ist ihr neben der schlechten Wasserqualität, auch die mangelhafte Verständigung zwischen den Fachleuten aufgefallen. Mit ihrer Beratungsfirma, ihrem Internetportal und seit Neustem auch mit einem Wörterbuch, möchte sie die Kommunikation verbessern.

Die 52-jährige Autorin ist seit Ende ihres Studiums viel unterwegs gewesen, ob als Anlagenbauerin für Wasserwerke oder als Managementberaterin, in der von ihr 2006 gegründeten Firma Global Cultural Communication (GCC). Dort bietet sie Dienstleistungen rund um das Thema Wasserwirtschaft an. Sie besucht zum Beispiel im Auftrag von Firmen deutsche Messen, wenn diese nicht vor Ort sein können oder sie berät die Firmen, wie das Wasser am besten aufbereitet wird. Allerdings war es der Wahl-Meerbuscherin schon immer ein Bedürfnis, die sprachlichen Grenzen, die in der Branche herrschen, zu überwinden. Um diese Grenzen zu überwinden, hat sie dann 2011 das Internetportal WorldWideWaterWeb in sechs Sprachen online gebracht.

Dieses internationale Portal soll den vielen Fachleuten helfen, sich in einer Sprache zu verständigen und bietet Informationen zu den unterschiedlichen Bereichen der Hydrologie. Als Beate Blumenkamp 1978 eine ausländische Delegation die Wasseranlage erklären sollte, archivierte sie die Begriffe und erweiterte diese stetig. Mittlerweile ist der Bereich gesundes und reines Wasser ein großer Aufgabenbereich, der auch international wächst. Damit sich die Anlagenbauer untereinander verständigen können, hat Beate Blumenkamp ein Wörterbuch herausgebracht.

"Zunächst einmal in Deutsch-Englisch, aber ich sitze schon an den Wörterbüchern für Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch", erzählt sie. Die geborene Brasilianerin verfasst alle Wörterbücher selbst. Als sie mit zehn Jahren nach Deutschland kam, besuchte sie zunächst ein französisches Gymnasium, wo sie auch Italienisch lernte. In Argentinien lernte sie dann Spanisch. Der Bedarf nach einem Nachschlagewerk ist groß, denn mittlerweile gibt es auch Studiengänge, die sich mit dem Thema Hydrologie beschäftigen und da gibt es auch Veranstaltungen in englischer Sprache. Als nächstes soll das Französisch-Deutsche Wörterbuch erscheinen.

(RP)