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Ein Wimmelbuch aus Meerbusch über Meerbusch

Buch über Meerbusch : Bunte Wimmelreise durch Meerbusch

Veranstaltungskauffrau Rebekka Möller und Illustrator David Norman haben einen Bildband mit dem Titel „Meerbusch wimmelt!“ gestaltet. Darin bekommt jeder Stadtteil seinen fantasievollen Auftritt. Zunächst gibt es nur tausend Bücher.

David Norman hat der Stadt Meerbusch schon mehrere künstlerische Denkmäler gesetzt. Der gebürtige Ire kreierte das Wimmelbild „Der Meerbuscher“, er brachte das Buch „Tour de Meerbusch“ heraus, und zuletzt widmete er der Stadt zu deren 50. Geburtstag eine komplette Postkarten- und Posterserie.

In Kürze kommt ein neuer Beitrag hinzu. Gemeinsam mit Veranstaltungskauffrau Rebekka Möller aus Strümp hat der Illustrator das Kinderbuch „Meerbusch wimmelt“ designt, das in diesen Tagen erscheint.

In dem Bildband haben die beiden jedem der acht Stadtteile eine Doppelseite gewidmet – herausgekommen ist ein buntes Werk, das Alt und Jung gleichermaßen auf eine fantasievolle Reise durch die selbst ernannte „Stadt im Grünen“ nimmt. „Diese acht großen Dörfer mit jeweils viel Grün dazwischen kann man einfach nur lieben“, sagt Norman.

Das kreative Fertigen des 16-seitigen Bildbands hat den 66-Jährigen viele Arbeitsstunden gekostet – wie viele genau, das kann er gar nicht mehr sagen: „Jede Illustration war sehr aufwändig, deshalb hat es von der Idee bis zur Produktion auch mehr als ein Jahr gedauert.“ Doch die Mühen haben sich auf jeden Fall gelohnt – passend zum Jahr des 50-jährigen Bestehens darf sich die Stadt Meerbusch über eine liebevolle Hommage freuen. Und möglicherweise liegt das Wimmelbuch in diesem Jahr auch unter vielen Meerbuscher Weihnachtsbäumen.

Dabei war David Norman zu Beginn eher skeptisch. „Als mich Rebekka mit der Idee konfrontiert hat, habe ich zunächst gezögert. Aber sie hat so viel Begeisterung für das Werk ausgestrahlt, dass sie mich damit angesteckt hat“, berichtet der Lank-Latumer. In gemeinsamen Treffen galt es dann aber herauszufinden, welche Motive stellvertretend für die einzelnen Stadtteile stehen sollten. „Bei manchen Ortsteilen waren wir uns sofort einig, bei anderen haben wir dagegen länger darüber diskutiert“, berichtet Möller.

In Lank-Latum der Marktplatz, in Nierst das Karnevalstreiben, in Langst-Kierst die Rheinfähre, in Ilverich die Altrheinschlinge, in Osterath ein Zirkuszelt und in Büderich die Winterwelt – diese Motive lagen mehr oder weniger auf der Hand. Kniffliger wurde es dagegen in den übrigen beiden Orten.

In Strümp plädierte etwa Norman dafür, den Fouesnantplatz als Symbol für die Partnerschaft mit der französischen Gemeinde in der Bretagne zu zeigen. Möller hingegen war anderer Meinung und konnte ihren Mitstreiter davon überzeugen. Nun zeigt die Doppelseite das bunte Treiben auf dem Weihnachtsmarkt der „Kleenen Strömper.“ „Dieser Markt ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und repräsentiert daher Strümp am besten“, findet Rebekka Möller.

Beim Motiv für Bösinghoven herrschte taten sich die beiden Protagonisten am schwersten. Gerne hätten sie den Bösinger Hof gezeigt, doch nach dem Abriss im vergangenen Jahr war diese Idee hinfällig. „Bösinghoven ist ein friedlicher Stadtteil, der aber nichts besonders Bemerkenswertes bietet“, sagt Illustrator Norman. Letztlich entschieden die beiden sich dafür, auf liebevolle Weise die Autobahnbrücke in den Mittelpunkt zu stellen. „Ich hoffe, die Bösinghovener nehmen uns das nicht übel“, sagt Möller lachend. Allerdings gehe es bei den Bildern ja auch darum, dass Kinder viel darauf entdecken könnten, und das sei bei diesem Motiv definitiv der Fall.

Ein weiterer Clou des Wimmelbuchs: Auf jeder Doppelseite hat sich das Meerbuscher Stadtwappen versteckt, das teilweise gar nicht so einfach zu finden ist.