Meerbusch: Ein Verein der (ver-)bindet

Meerbusch: Ein Verein der (ver-)bindet

32 von 180 Mitarbeitern sind bereits seit zehn Jahren oder länger beim OBV Meerbusch beschäftigt. Der Träger des offenen Ganztags feiert in diesem Jahr sein 15-jähriges Bestehen.

Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Ohne den OBV als Träger des offenen Ganztags wäre Meerbusch eine andere Stadt. Und der OBV wiederum wäre nichts ohne seine treuen Mitarbeiter. Niemand weiß das besser als OBV-Vorsitzender Jürgen Eimer, der den Verein - OBV steht für Offenheit, Bildung und Vertrauen - 2002 gegründet hat. 32 der insgesamt 180 Mitarbeiter sind bereits seit zehn Jahren oder länger dabei. Bei einem Betriebsfest zum 15-jährigen Vereinsbestehen wurde das jetzt besonders gewürdigt.

"Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des OBV Meerbusch sind das wichtigste Kapital, das der Verein hat - dessen ist sich der Vorstand des OBV bewusst und dafür möchte ich mich stellvertretend für den ganzen Vorstand bei Ihnen allen ganz herzlich bedanken", sagt Jürgen Eimer.

Allein zehn Mitarbeiterinnen wurden in diesem Jahr für zehn Jahre Betriebszugehörigkeit geehrt. "Zurzeit sind 32 Mitarbeiterinnen beim OBV Meerbusch beschäftigt, die zehn Jahre und länger dabei sind. Das sind rund 18 Prozent aller Beschäftigten. Das zeigt, dass viele sich beim OBV Meerbusch wohlfühlen und gerne hier arbeiten."

2007, als Sigrid Gey, Silke Budszus, Stephanie Spee, Angelika Berg, Susanne Blau, Bettina Malewski, Sylvia Schmitz, Anne Roche, Anette Neuhausen, Andrea Schücke und Sylvia Schmitz zum Team kamen, hieß der OBV Meerbusch noch Osterather Betreuungsverein. Drei Jahre zuvor, 2004, hatte der Verein erstmals die Trägerschaft für die offene Ganztagsschule von der Verwaltung der Stadt Meerbusch und der Politik übertragen bekommen.

"In diesem Jahr mussten wir uns erneut um die Trägerschaft bewerben", sagt Eimer. "Das Verfahren wird immer aufwendiger und komplizierter." Trotzdem habe der OBV zum vierten Mal gewonnen. "Die konzeptionelle Bearbeitung für die Bewerbung hat in diesem Jahr Elisabeth Funk übernommen, die in ihrer neuen Funktion als pädagogische Leitung seit einem Jahr einen ganz hervorragenden Job zum Wohle des Vereins und der Mitarbeiter macht."

Die Geschichte des OBV ist eine Geschichte voller Erfolge: Mehr als 1600 Kinder werden mittlerweile an den Meerbuscher Grundschulen im Rahmen des offenen Ganztags und der zusätzlichen Betreuung bis 14 Uhr vom Verein pädagogisch betreut. Außerdem kümmern sich die OBVler um 55 Kinder an der Matthias-Claudius-Schule in Kaarst.

"Seit drei Jahren haben auch wir eine eigene Kindertagesstätte - die Kita Schatzinsel", sagt Eimer. "Seit dem 1. August wurde die Großtages- beziehungsweise Tagespflege in eine sechste Kita-Gruppe umgewandelt, so dass wir jetzt die größte Kita mit 108 Kindern in Meerbusch sind. Zusätzlich betreiben wir seit fast vier Jahren das Jugendcafé JuCa." Obwohl das JuCa von allen OBV-Einrichtungen die kleinste in Bezug auf den Umsatz sei, beschäftigten sich Politik und die Verwaltung, aber auch der OBV-Vorstand am meisten mit der inhaltlichen Ausrichtung des JuCas. "Hoffen wir, dass wir bald für alle Beteiligten eine annehmbare Lösung finden", so Eimer. "Auf der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses ist die neue Konzeption des JuCa/Halle 9 Thema."

Verdient macht sich der Verein auch, wenn es um die Integration von Flüchtlingen geht. "Auf dem letzten Betriebsfest habe ich mich für die Arbeit der Mitarbeiterinnen bedankt, die die Betreuung der Flüchtlingskinder in der Sporthalle des Meerbusch Gymnasiums geleistet haben", sagt der Vorsitzende. "Heute haben wir viele Kinder mit Migrationshintergrund und Kinder, die aus Flüchtlingsfamilien stammen an unseren Grundschulen beziehungsweise im offenen Ganztag. Für diese besondere Aufgabe, sich um die Kinder und deren Familien zu kümmern, hat der OBV eine zusätzliche Stelle als Flüchtlings-und Integrationsbeauftragte installiert.

(RP)
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