1. NRW
  2. Städte
  3. Meerbusch

Meerbusch: Ein Spielplatz für Ilverich

Meerbusch : Ein Spielplatz für Ilverich

Die Mitglieder des Bürgervereins haben einen Antrag gestellt. Sie wollen in ihrem 680 Einwohner (60 jüngere Kinder) zählenden Dorf einen Kinderspielplatz. Das Thema wird am Donnerstag im Hauptausschuss beraten.

Mütter sitzen plaudernd zusammen, während die Kinder im Sandkasten spielen oder die Rutsche runter sausen. Ein harmonisches Bild, wie es nahezu in jedem Ortsteil zum Alltag gehört — in Ilverich allerdings nicht. Jetzt macht sich der dortige Bürgerverein für einen Spielplatz im Dorf stark. "Wir wussten nie so genau, wie viele Kinder wir eigentlich in Ilverich haben", sagt Ralf Mertens, Vorsitzender des Bürgervereins Ilverich.

Erst jüngst schauten die rund 120 Mitglieder in das städtische Jahrbuch hinein und verschafften sich Klarheit über die genauen Zahlen. Und die sind erstaunlich. "In Ilverich wohnen rund 60 Kinder unter zehn Jahren, und knapp 30 zwischen zehn und 16 Jahren", berichtet Ilvericher Ralf Mertens. Gerade erst hätte ein natürlicher Wandel in dem 680-Seelen-Dorf stattgefunden. Alte Menschen wären gegangen, junge hinzugezogen. "Darunter sind viele Familien mit kleinen Kindern", sagt Uli Münker, 2.

Vorsitzender des Bürgervereins. Höchste Zeit also, dass sich die Lebensqualität erhöht. Ein Grundstück hat der Vorstand des Bürgervereins schon im Visier. "Es gehört der Stadt, ist aber verpachtet", sagt Ralf Mertens.

Zwischen Dohlen- und Kuhweg liegt das idyllische Areal, das vom Pächter nicht genutzt wird. "Das ist aber nur ein Vorschlag. Andere Plätze im Ort können es natürlich auch sein", sagen die beiden Familienväter. Lediglich eine "Basisausstattung" für den Spielplatz wünschen sich die Ilvericher: einen Sandkasten, eine Schaukel, vielleicht eine Rutsche, ein bis zwei Bänke sowie eine Betontischtennisplatte.

"Eine Boule-Bahn wäre auch nicht schlecht", sagt Uli Münker. Mit anpacken und Spenden sammeln würde der Bürgerverein sofort. Um den Wunsch in die Realität umzusetzen, hat der Vorstand des Bürgervereins alle Meerbuscher Parteien sowie die Stadt Meerbusch angeschrieben und einen Bürgerantrag eingereicht. "Der Bürgermeister und die UWG haben sich bei uns gemeldet", sagt Ralf Mertens. Am Donnerstag, 10. November, steht der Bürgerantrag auf der Tagesordnung des Hauptausschusses.

Von dort könnte er allerdings direkt in den Jugendhilfeausschuss verwiesen werden. "Und der Jugendhilfeausschuss hat eine Spielplatzkommission, die sich um so etwas kümmert", sagt Christian Staudinger-Napp, Fraktionsvorsitzender der UWG. Dies pflege ein "sehr langatmiges Prozedere", eine Realisierung in 2012 sei deshalb fraglich. "Wir werden uns daher im Hauptausschuss für eine schnellere und gute Lösung einsetzen", so Staudinger-Napp.

"Die Stadt hat ja noch ein paar andere Töpfe, aus denen so etwas flotter erledigt werden kann."

(RP)